Hausen

450 neue Sträucher: Ein Herz für Hecke und Hirsch

Der Traktor mit 450 Heckenpflanzen ist angekommen: Nun beginnt die Setzarbeit.

Der Traktor mit 450 Heckenpflanzen ist angekommen: Nun beginnt die Setzarbeit.

Bei einer Heckenpflanzaktion in Hausen wurden 450 Sträucher gepflanzt. Mit der Pflanzaktion soll das Landschaftsvernetzungskonzept verbessern und dem Wild eine bessere Struktur geboten werden.

Das Wasser sickert durch die Kleider, der Regen weicht die Erde auf und feuchter Nebel wabert über die Felder – das beste Wetter um Hecken zu pflanzen.

Das war jedenfalls die Meinung in Hausen, wo sich ein knappes Dutzend Helfer durch den Schlamm kämpfte. «Hier werden heute 450 Sträucher gepflanzt. Es stellt eine Vorsetzung der Heckenreihe dar, die wir im April 2007 gesetzt haben», erklärt Alfred Beyeler von der Jagdgesellschaft Eiteberg. Er und seine Kollegen gruben mit Unterstützung der Natur- und Landwirtschaftskommission Löcher für die einheimischen Zuzügler. Vierzehn Arten waren vertreten, darunter Schwarzdorn, Kreuzdorn, Hundsrose, Liguster, die Gemeine Heckenkirsche und der wollige Schneeball.

Eine bessere Struktur für das Wild

«Wir haben hauptsächlich Beerensträucher gesetzt, was natürlich auch für die Vögel ganz interessant ist. Wir wollen mit dieser Pflanzaktion das Landschaftsvernetzungskonzept verbessern und dem Wild eine bessere Struktur bieten», so Esther Krummenacher, Mitglied der Natur- und Landwirtschaftskommission Hausen.

Auch bei den Spaziergängern kam die Idee gut an, es ging sogar so weit, dass sich der eine oder die andere an den Wildrosen bediente. «Das ist natürlich nicht der Sinn, denn dieser Ort stellt ein Ruhebereich für die Tiere dar», sagt Beyeler und deshalb steht jetzt auch eine Hinweistafel bei den Hecken. «Wenn die Bauern nicht mitmachen, sind solche Vernetzungen wie hier gar nicht möglich, man muss immer zuerst die Bauern für sich gewinnen», betont Krummenacher. Dieses Jahr war es der Bauer Mosimann, der einen Teil seines Feldes zur Verfügung gestellt und grosse Vorarbeit geleistet hatte. «Wenn wir eine unbearbeitete Wiese bepflanzen müssten, gäbe es noch viel mehr Arbeit», sagt die gelernte Zoologin.

Ein Wink nach Windisch

Trotzdem hatten die freiwilligen Arbeiter mit dem weichen Boden zu kämpfen – Boden, der eigentlich der Gemeinde Windisch angehört. «Windisch hat sich finanziell nicht an diesem Projekt beteiligt, trotzdem wollten wir die Heckenreihe vorsetzen, wenn auch in einer anderen Gemeinde. Es ist auch ein kleiner Wink an Windisch, vielleicht sieht man dann wie toll diese Aktion ist und wie sehr diese das Landschaftsbild aufwertet», erklärt Beyeler.

Die Sträucherreihe dient auch dazu, das immer wieder von Überschwemmungen heimgesuchte Windischer Freibad ein bisschen zu entlasten, wobei die Hecken wie ein «Bremsriegel» funktionieren. Doch schliesslich ist und bleibt die beherzte Pflanzaktion in Hausen ein kleines Geschenk an die Natur.

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