Brugg

44 Millionen Franken: So viel Geld will die Stadt bis 2025 investieren

Durchschnittlich 7,4 Mio. Franken pro Jahr will Brugg künftig investieren. Hier an der Schulthess-Allee soll unter anderem bis 2023 die Zentralisierte Verwaltung in einer Überbauung entstehen.

Nachdem sich in Brugg viel Vermögen angehäuft hat, zeigt der Investitionsplan, wo das Geld künftig hinfliesst.

Die Stadt Brugg ist eine reiche Stadt. Nachdem das Stimmvolk vor sieben Jahren einer Steuerfusserhöhung um 5% zugestimmt hat, ist das Vermögen der Einwohnergemeinde Brugg von rund 30 Mio. Franken auf 83,8 Mio. Franken per Ende 2017 angestiegen. Das hat unter anderem auch damit zu tun, dass grosse Projekte wie die Zentralisierte Verwaltung nicht im angedachten Zeitraum umgesetzt wurden.

Per Ende 2018 war das Vermögen erstmals seit Jahren wieder rückläufig und betrug 78,5 Mio. Franken. Auch mit dem vom Stadtrat vorgelegten Budget für das Jahr 2020, über das der Einwohnerrat und das Stimmvolk noch entscheiden werden, dürfte das Vermögen der Einwohnergemeinde Brugg weiter zurückgehen.

In der Erfolgsrechnung ist ein Minus von 499 400 Franken vorgesehen (AZ vom 3. 10.). Dazu kommt, dass für die kommenden sechs Jahre – von 2020 bis 2025 – im Investitions- und Finanzplan für die fusionierte Gemeinde Brugg/Schinznach-Bad ein Investitionsvolumen von total 44,1 Mio. Franken aufgeführt ist.

Quelle: Stadt Brugg; Grafik: lsi

Quelle: Stadt Brugg; Grafik: lsi

Interessensbeitrag an die Südwestumfahrung

Unter den Investitionsbegriff fallen Nettoausgaben über 100 000 Franken mit Investi-tionscharakter. Das heisst: bauliche Investitionen, Anschaffungen von Mobilien, Kosten für Planprojekte oder Instandstellungs- und Unterhaltskosten an Sachgütern mit mehrjähriger Nutzungsdauer. Bei den Projekten in Ausführung fallen die höchsten Ausgabenposten für den Interessensbeitrag für die Südwestumfahrung an. Insgesamt 3,75 Mio. Franken für die Jahre 2020 bis 2024.

Bereits beschlossen sind zudem mehrere Bau- und Sanierungsprojekte in der Vorstadt. Für die Sanierung der Kantonsstrasse muss die Einwohnergemeinde während vier Jahren total 786 000 Franken bezahlen. Die Abdichtung der alten Aarebrücke dürfte in den Jahren 2021 und 2022 mit total 130 000 Franken zu Buche schlagen. Und für den Ausbau des Basler Stichs fallen Kosten von 2,015 Mio. Franken an.

Einwohnerräte wollen Fortschritte sehen

Das Investitionsprogramm unterliegt aufgrund von Projektänderungen einem ständigen Wandel. Dennoch wurde dem Stadtrat bei der Diskussion im Brugger Einwohnerrat vor einem Jahr deutlich vor Augen geführt, dass er grosse Vorhaben wie die Sanierung des Neumarktplatzes im Investitionsplan nicht laufend nach hinten verschieben soll.

Die Bevölkerung erwartet schon lange, dass sich die Stadt Brugg weiterentwickelt und modernisiert. Und zahlreiche Einwohnerräte zeigten sich damals bereit, sich dafür einzusetzen.
Wie der Brugger Stadtrat in seinen Leitsätzen festgehalten hat, will er die Schlüsselprojekte, die identitätsstiftend sind und eine starke Ausstrahlung haben, zielorientiert und konsequent vorantreiben.

Dazu gehören die Überbauung «Alte Post» mit der Zentralisierten Verwaltung sowie die Aufwertung Bahnhofplatz-Neumarkt. Für die Zentralisierung der Stadtverwaltung inklusive Ausbau und Einrichtungen sind für die Jahre 2021 bis 2023 insgesamt 5 Mio. Franken im Investitionsplan eingestellt. Noch teurer wird es bei der Neugestaltung Bahnhofplatz-Neumarkt.

Total 6 Mio. Franken sind dafür in den kommenden sechs Jahren vorgesehen. Die erste Tranche über 100 000 Franken fällt nächstes Jahr für die Projektierung an.
Weitere Investitionen sind geplant für die Ersatzbeschaffung eines Radargeräts für die Regionalpolizei (120 000 Franken im Jahr 2021), für einen neuen Kindergarten in Umiken (2,2 Mio. Franken ab 2020), für die Hallenbad-Gebäudesanierung (2,5 Mio. Franken ab 2022), für die Kantonsstrasse Schinznach-Bad nach Scherz (600 000 Franken ab 2021) und 200 000 Franken für eine neue Weihnachtsbeleuchtung.

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