Für die Netzausbauten und Erneuerungen im Gebiet Klosterzelg/Reutenen in Windisch entscheidet der Einwohnerrat am Mittwoch, 20. Januar, über einen Kredit von insgesamt 4,29 Mio. Franken. Gegliedert ist das Vorhaben in die drei Teilprojekte «Untere Klosterzelgstrasse», «Klosterzelgstrasse» sowie «Bachmattstrasse».

Für die elektrische Versorgung fehlt heute ein Ringschluss. Namentlich der Fachhochschul-Campus, hält der Gemeinderat fest, werde nur ab einer Trafostation mit einer Stichleitung versorgt. Ein Netzausfall würde zu einem Totalausfall mit gravierenden Folgen führen.

Rückstau bei starkem Regen

Auch die Abwasserleitungen in den betroffenen Strassenabschnitten seien schadhaft oder genügen in ihrem Querschnitt den Anforderungen nicht mehr. Sie müssen gemäss Gemeinderat dringend ersetzt oder mit einem Inliner saniert werden. «Bei starken Niederschlägen können die Leitungen das anfallende Abwasser nicht mehr abführen und es wird zurückgestaut. Defekte Leitungen verschmutzen den Untergrund und womöglich das Grundwasser.»

Ebenfalls – «teilweise erhebliche» – Engpässe und Mängel weist laut Behörde die Wasserversorgung auf. Sie sei auszubauen respektive zu erneuern. «Im Zusammenhang mit dem späteren Bau eines Stufenpumpwerks müssen die nötigen Kapazitäten geschaffen und Ringleitungen erstellt werden», fährt der Gemeinderat fort. Der Bau des Pumpwerks im Gebiet Reutenenstrasse soll übrigens separat im Laufe dieses Jahres beantragt werden. Nicht zuletzt vorgesehen ist mit den anstehenden Tätigkeiten, die Strassen zu sanieren.

Absprache mit Projekt «Tower»

Ausgeführt werden sollen die Arbeiten bis 2018. Der Gesamtabschluss ist gemäss Terminplan im Frühjahr 2019 vorgesehen. Der Gemeinderat weist darauf hin, dass die effektiven Ausführungstermine zusätzlich von der Dauer und den möglichen Einwendungen zum Auflageverfahren sowie vom Beschaffungsverfahren abhängig sind. Die Details seien überdies zwingend mit dem Bauvorhaben der Brugg Immobilien AG abzusprechen, die mit dem «Tower» gleich beim Fachhochschul-Campus ein 15-geschossiges Gebäude mit Hotel, Dienstleistungsbetrieben sowie Wohnungen erstellen will.

In Anbetracht der Grösse, der Komplexität, der vielen Beteiligten respektive Betroffenen sowie der vielen Schnittstellen und Abhängigkeiten fügt die Behörde an, gelten erhöhte Anforderungen an das Projektmanagement. «Es soll ein projektbezogenes Qualitätsmanagement aufgebaut werden.»

Einwohnerrat Mittwoch, 20. Januar, 19 Uhr, Gemeindesaal, Gemeindehaus 8. Stock.