Brugg
30. Velobörse: Noch nie so viele Velos zur Wahl

An der erfolgreichen 30. Auflage der Velobörse von Pro Velo Brugg-Windisch, hatten Autos auf dem Eisi für einmal nichts zu suchen.

Louis Probst
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Die Auswahl an gebrauchten Velos war riesig, sogar E-Bikes standen an der 30. Velobörse in Brugg zum Verkauf.
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Velobörse in Brugg
Der Run beginnt
Der Countdown läuft
Auch das sind Velos
Velos soweit das Auge reicht
Alles drängt zum Velo
Velobörse Auch die höchste Bruggerin Einwohnerratspräsidentin Barbara Horlacher rechts steht im Einsatz
Qual der Wahl
Ein letzter Check, und das Velo ist gekauft.
Velobörse Schlange vor der Kasse Schlange vor der Kasse
Drum prüfe wer sich ewig bindet
Für einmal Velos statt Autos
Anlieferung

Die Auswahl an gebrauchten Velos war riesig, sogar E-Bikes standen an der 30. Velobörse in Brugg zum Verkauf.

«Du darfst wählen», ermuntert der Vater seine kleine Tochter. Die scheint hin- und hergerissen. Soll sie sich jetzt für das blaue Bike entscheiden, oder für das in leuchtendem Orange? Oder vielleicht doch eher für das Schwarze, auf dem «Cobra» steht? Nach einigem Überlegen fällt die Wahl auf das blaue Bike. «Noch schnell die Gänge testen», meint Papa vorsichtig, kehrt das Velo um, dreht an den Pedalen, schaltet und stellt fest: «Sieht nicht schlecht aus».

Suna und Semra Karabacak, Brugg «Ich suche ein Velo, das zu meiner Grösse passt, eher ein Stadtvelo», sagt Suna. Ihre Mutter: «Wir haben ein kleines Velo mitgebracht. Ich finde die Velobörse gut. Vor allem für Kindervelos ist sie sinnvoll.»
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Urs Häseli, Brugg «Ich suche ein leichtes, alltagstaugliches Stadt-Velo für meine Frau. Ich besuche die Velobörse, weil sie eine gute Gelegenheit bietet, günstig zu einem guten Velo zu kommen. Wir haben auch schon Velos an die Börse gebracht.»
Judith und Matthias Krieg, Windisch «Ich suche ein Single-Speed-Velo», sagt Matthias. «Ich finde das cool.» Seine Mutter erklärt: «Wir besuchen die Velobörse, weil wir gleichzeitig ein Velo – ein BMX – verkaufen wollen.»
Adriaan Kerkhoven, Brugg «Wir haben zwei Velos an die Velobörse gebracht, und wir suchen ein Stadtvelo. Die Velobörse ist sinnvoll. Zudem ist sie ein wunderschöner Anlass. Sie ist ein richtiges gesellschaftliches Happening.»
Astrid Stähli, Bözberg «Ich suche ein bequemes City-Bike, auf dem ich aufrecht sitzen kann. Ich finde solche Börsen gut, ich liebe Flohmärkte. Es geht mir nicht um das Geld. Es gibt zu viele Sachen, die entsorgt werden.»
Eva Küng, Gebenstorf «Ich suche ein Mountainbike. Besondere Vorstellungen habe ich keine. Ich möchte mich einfach sportlich betätigen und dabei draussen in der Natur sein. An einer Velobörse bin ich zum ersten Mal.»

Suna und Semra Karabacak, Brugg «Ich suche ein Velo, das zu meiner Grösse passt, eher ein Stadtvelo», sagt Suna. Ihre Mutter: «Wir haben ein kleines Velo mitgebracht. Ich finde die Velobörse gut. Vor allem für Kindervelos ist sie sinnvoll.»

Louis Probst

Die Qual der Wahl dürften am Samstag, an der Velobörse, einige der zahlreichen Besucherinnen und Besucher gehabt haben. Das Angebot jedenfalls liess keine Wünsche offen. Vom modernen Bike über den guten alten Dreigänger – der bereits Kultstatus geniesst – bis zum Kindervelo, Trottinett und Veloanhänger war alles vorhanden. Auch Elektro-Bikes wurden angeboten. Darunter sogenannte Vintage-Modelle. (Irgendwie erinnerten diese «Velos» an die einst legendären, liebevoll «Zehnderli» genannten Kleinmotorräder, über die der Spruch kursierte: «Fahrsch en Zehnder, stirbsch denn ehnder».) Geradezu verschupft nahm sich da ein bescheidenes altes Militärvelo aus, das sich unter all die modernen E-Bikes verirrt hatte.

«Velos unter die Leute bringen»

«Ich glaube, wir hatten noch nie so viele Velos an der Börse», freute sich Herbert Künzi, der Präsident von Pro Velo Brugg-Windisch. «Es sind sicher mehr als 500 davon eingeliefert worden. Ziel der Börse – die dieses Jahr zum 30. Mal stattfindet – ist es ja schliesslich, Velos unter die Leute zu bringen. Gerade für Kindervelos ist die Börse ideal. Man stellt auch gewisse Trends fest. Vor einigen Jahren waren Veloanhänger sehr gefragt. Jetzt sind es vor allem Kindervelos.» Eher schwierig sei es an der Velobörse dagegen mit E-Bikes, erklärte Herbert Künzi. Und zwar wegen der Beurteilung des Zustandes der Akkus. «Da empfiehlt sich eher der Weg über den Fachhandel», gab er zu bedenken.

«Einige Leute», so Herbert Künzi, «bringen ihre Velos an die Börse und geben sie, falls die Velos keine neuen Besitzer finden, an Hilfsprojekte in Rumänien oder für ‹Velos für Afrika› ab. Pro Velo Brugg-Windisch arbeitet schon seit vielen Jahren mit diesen Hilfswerken zusammen.»

Auch der Erlös der Börse von Pro Velo Brugg-Windisch – die übrigens tiefste Kommissionsgebühren erhebe – werde für die Förderung des Velos eingesetzt, betonte Herbert Künzi. So unterstütze Pro Velo-Brugg-Windisch unter anderem die Aktion «Bike2School».

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