Windisch
27 Dinge, die man in Windisch gemacht haben muss

Das frühere Vindonissa hat mehr zu bieten, als man denkt. Für alle Nie-in-Windisch-gewesenen, die Mit-dem-Auto-oder-Velo-Durchfahrer und alle Heimweh-Windischer empfiehlt die az-Redaktion 27 Dinge, die man in Windisch gesehen und gemacht haben muss.

Claudia Meier
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Jugendfest Windisch 2014

Jugendfest Windisch 2014

Emanuel Per Freudiger

In Windisch muss man ... 1. ... sich gleich hinter den Bahnhof Brugg am regen Studentenleben auf dem grossstädtisch wirkenden Campus-Areal vor dem multifunktionalen Neubau erfreuen.

2. ... an einem schönen Frühlingstag auf der grosszügig angelegten Campus-Treppe die Sonne geniessen und picknicken.

3. ... im Untergrund vor dem Campus-Parkhaus die Töpferöfen, die erst vor wenigen Jahren entdeckten Zeugen der römischen Zivilsiedlung Vindonissa, anschauen.

4. ... über die Zeitlosigkeit der 1964 erbauten Haller-Bauten für die damalige Höhere Technische Lehranstalt staunen.

5. ... die kegelförmigen Plastiken von Herbert Distel berühren, die so manche Passanten an grosse Aargauer Rüebli erinnern.

6. ... den geschichtsträchtigen Springbrunnen vor dem Hauptgebäude der Psychiatrischen Klinik Königsfelden unter die Lupe nehmen. Die Anlage, die noch heute von einer Wasserleitung aus der Römerzeit gespeist wird, erhielt 2015 den Brunnenpreis der «Ernst und Hanna Hauenstein-Stiftung».

7. ... miterleben, wie in Königsfelden noch heute regelmässig auf der 140-jährigen Gartenkegelbahn zur Kugel gegriffen wird.

8. ... die europaweit bekannten farbigen Glasfenster in der Klosterkirche Königsfelden kennen. Die Stätte ist ein Erinnerungsort an das Machtzentrum der Habsburger.

9. ... im Römer-Erlebnispark beim Start zum Legionärspfad Vindonissa Brot backen, Würste bräteln, römische Spezialitäten probieren oder mit einer Gruppe wie ein Legionär übernachten.

10. ... beschwingt über den Aaresteg bei der Mülimatt-Sporthalle laufen und eine Wanderung rund ums einzigartige Wasserschloss machen.

11. ... den besten Judokas der Schweiz einmal beim Training oder Wettkampf in der modernen Sporthalle zuschauen.

12. ... sich auf der Aareinsel Geissenschachen – beim Joggen, Velofahren oder Hornussen – sportlich austoben und das Gelände friedlich mit dem Militär teilen.

13. ... gemütlich dem Aareufer entlang schlendern und mit etwas Glück beim Pontonierhaus den Vereinsmitgliedern oder dem Militär beim Einschiffen zuschauen.

14. ... das Kulturprogramm in der Bossartschüür kennen, sich mit viel Vorfreude etwas Passendes aussuchen und sich dann mit lieben Menschen einen unterhaltsamen Abend gönnen.

15. ... die Alpakas, die auf der Amphiwiese weiden, streicheln. Sie gehören zum Pflegezentrum Lindenpark und werden täglich spazierengeführt sowie in der Therapie bei den Betagten eingesetzt.

16. ... beim ältesten und grössten Amphitheater der Schweiz einen Halt einlegen. Es wurde in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet und war als Abwechslung zum harten Legionärsalltag Schauplatz für Unterhaltung. Der Sitzplatzbereich (cavea) fasste rund 11 000 Zuschauer. Heute ist das Amphi die Bühne für die Morgenfeier am Jugendfest Windisch.

17. ... einmal im 8. Stock des Gemeindehauses einer – meistens sehr lebhaften – Einwohnerratssitzung beiwohnen und die Aussicht bis zur Linner Linde geniessen. Mit etwas Glück wird man nach einem strengen Arbeitstag sogar noch mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

18. ... im Sommer ein paar Längen im idyllisch gelegenen Freibad Heumatten schwimmen und im Beizli ein Glacé essen.

19. ... bei SBB Historic an der Lagerstrasse in die Geschichte der Schweizerischen Bundesbahnen eintauchen und in der Fachbibliothek mit über 30 000 Büchern zum Thema Eisenbahn und Verkehrswesen stöbern. windi

20. ... dem markanten Berner Bär auf dem Turm der reformierten Kirche zuwinken. Der letztes Jahr komplett restaurierte Bär streckt seine rote Zunge wieder keck Richtung Grafschaft Baden aus.

21. ... dem Spinnereimarkt am 20. Mai zwischen 12 und 18 Uhr in industrieromantischer Atmosphäre im und vor dem Diesellokal in Unterwindisch einen Besuch abstatten. Hier kommen nicht nur Marktfans, sondern auch Feinschmecker auf ihre Kosten.

22. ... eine Erkundungstour durch das neu konzipierte Kunzareal machen und sich nicht nur mit der Geschichte des Spinnerkönigs befassen, sondern sich mit den heutigen Bewohnern unterhalten. Hier, wo Altes auf Modernes trifft, ist viel Raum für neue Ideen und spannende Begegnungen. Unter dem alten Spinnerei-Gebäude mit den Loftwohnungen fliesst der Reusskanal durch.

23. ... in der Abgeschiedenheit entlang des Reussufers Richtung Mülligen zwangsläufig an die kanadische Wildnis denken.

24. ... sich als guter Schwimmer beim Reussknie in Unterwindisch zur Abkühlung in den Fluss stürzen und aufpassen, dass man das Gewässer vor dem gefährlichen Wehr rechtzeitig wieder verlässt. Ein paar Hartgesottene gönnen sich selbst im Winter regelmässig ein frühmorgendliches Flussbad.

25. ... am Museumstag am 21. Mai oder zum Mostpressen Mitte Oktober in der Trotte das eindrückliche Ortsmuseum Schürhof an der Dorfstrasse besuchen.

26. ... diesen Sommer am Aargauischen Freilicht-Spektakel hinter der Turnhalle Dorf einen Abend verbringen. Mit Dällebach Kari kommt vom 27. Juni bis zum 26. August ein bewegendes und sogleich beliebtes Stück auf die Theaterbühne.

27. ... am Zapfenstreich und am Jugendfest alle zwei Jahre mitmachen sowie viele Bekannte treffen. Es gibt kaum eine bessere Gelegenheit, um in Erinnerungen zu schwelgen und eine tolle Stimmung zu erleben. Am Freitag, 29. Juni 2018 findet der nächste Zapfenstreich statt.

Bilder/Videos: Michael Hunziker, Severin Bigler, HO, Janine Müller, Emanuel Per Freudiger, Youtube/RailSwiss, zvg, Walter Schwager, Claudia Meier, Ursula Burgherr, Youtube/Museum Aargau Youtube/Yannick

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