Bözen
200 Kilo Guetzli in bis zu 50 Sorten: Hier kommen süsse Mäuler auf ihre Kosten

In Bözen findet der Guetzlimärt trotz Corona statt. Sogar für Personen, die den grossen Trubel nicht schätzen, konnte gesorgt werden. Die AZ zeigt, wie kreativ Landwirtin Christine Amsler ist.

Maja Reznicek
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Mitarbeiterin Melissa Holliger (links) und Inhaberin Christine Amsler haben in der Backstube viel Spass.
6 Bilder
Sie backen 200 kg Guetzli im Jahr
Die Arbeit macht den beiden sichtlich Spass.
Bis zu 50 Sorten verschiedener Guetzli entstehen hier.
Und so sehen die Endprodukte aus.
Na, sind Sie auch «gluschtig» geworden?

Mitarbeiterin Melissa Holliger (links) und Inhaberin Christine Amsler haben in der Backstube viel Spass.

Alex Spichale

Auf dem Söhrenhof liegt er schon seit Wochen in der Luft: der süsse Guetzliduft. «Wegen zwei Grossbestellungen haben wir bereits Mitte November mit dem Backen angefangen», erklärt Christine Amsler aus Bözen. Seit 2013 stellt die Landwirtin mit ihrem Team jedes Jahr 40 bis 50 verschiedene Kekssorten für den traditionellen Weihnachtsguetzlimärt her. Dieser hat jeweils an den Adventssamstagen im Dezember offen.

Erhebliche Einbussen wegen Corona

Der Anlass ist in diesem Jahr der einzige, den die Familie Amsler durchführen kann. Christine Amsler sagt:

Leider mussten wir wegen Corona alle privaten und öffentlichen Feste absagen. Das gibt eine erhebliche Einbusse für uns.

Auch sonst veränderte die Pandemie den Alltag der Landwirte aus Bözen. Im Frühling während der Spargelzeit habe der Hofladen einen sehr grossen Zulauf gehabt. «Die Produkte fanden einen guten Absatz, da die Konsumentinnen und Konsumenten alle in der Schweiz ihre Lebensmittel einkaufen mussten.»

Durchgehender Verkauf

Guetzlimärt auf dem Söhrenhof

Am 12. und 19. Dezember (Samstag), jeweils von 9 bis 17 Uhr findet auf dem Söhrenhof 2 in Bözen der Guetzlimärt statt. Unter der Woche sind abgepackte Kekse erhältlich.

Gleichzeitig konnte der Praktikant der Amslers, der sie bei der Ernte unterstützen sollte, statt Ende April erst im Juli vom Ausland in die Schweiz einreisen. «Zum Glück meldeten sich verschiedene Leute für die Mithilfe. So konnten wir die Zeit überbrücken.»

Den Weihnachtsguetzlimärt liessen sich die Amslers aber nicht nehmen. Wenn auch im kleinen Rahmen: 2020 wird auf zusätzliche Aussteller und ein Festbeizli verzichtet. Dafür findet der Verkauf der Guetzli nicht nur am Märt an den drei Samstagen satt. Abgepackt sind die Kekse durchgehend bis zum 19. Dezember erhältlich.

Rezept: «Amslers Schoggispitzbuebe»

250 g Butter, weich

125 g Puderzucker oder Zucker

2 TL Vanillezucker

1 Prise Salz

1 frisches Eiweiss

250 g Mehl

50 g Schokopulver

50 g Kakaopulver

200 g Birnengelee

wenig Puderzucker

Die Butter in einer Schüssel verrühren. Puderzucker, Vanillezucker und Salz beigeben, rühren, bis die Masse heller wird. Das Eiweiss verklopfen, darunterrühren. Mehl, Kakaopulver und Schokopulver beigeben, zu einem Teig zusammenfügen, etwas flach drücken, zugedeckt mind. 2 Stunden kühlstellen.


Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Teig portionenweise zwischen einem aufgeschnittenen Plastikbeutel 2 mm dick auswallen. Rondellen von ca. 4 cm Durchmesser (Mini-Spitzbueb ca. 2 cm Durchmesser) ausstechen. Bei der Hälfte der Guetzli mit einem kleinen Förmchen die Mitte ausstechen. Guetzli auf mit Backpapier belegte Bleche legen, ca. 15 Minuten kühlstellen.

Backen: je ca. 6 Minuten in der Mitte des Ofens. Herausnehmen, Guetzli auf einem Gitter auskühlen lassen.

Gelee in einer kleinen Pfanne warm werden lassen, glatt rühren und auf die flache Seite der Guetzlibödeli verteilen. Deckeli mit Puderzucker bestäuben, dar aufsetzen.