Brugg
200 Kerzen und ein kleiner Engel schenken Hoffnung

Am 25. Dezember hat in der Brugger Stadtkirche die städtische Weihnachtsfeier stattgefunden. Die beiden Chöre des Bodenackerschulhauses und der Stadtkirche Brugg sangen gemeinsam.

Samuel Frey
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Die beiden Chöre des Bodenackerschulhauses und der Stadtkirche Brugg sangen gemeinsam. Samuel Frey

Die beiden Chöre des Bodenackerschulhauses und der Stadtkirche Brugg sangen gemeinsam. Samuel Frey

Am 25. Dezember hat in der Brugger Stadtkirche die städtische Weihnachtsfeier stattgefunden. Die Feier wurde mit weihnachtlichen Tönen aus der Orgel und einer Trompete eröffnet. Nach einleitenden Worten von Christoph Suter, wurden die Kerzen des vorher präparierten Weihnachtsbaums an einer Lunte angezündet. Die Flammen flogen rasant den Baum hinauf und entzündeten dabei die 200 Kerzen, welche das Licht des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe widerspiegeln.

Kleiner Engel beginnt seine Reise

Unter dem Glanz des Baumes begann die Erzählung einer Weihnachtslegende, die mit Liedern aus der «Zällerwiehnacht» von Paul Burkhard begleitet wurde. Ein kleiner Engel, so Christoph Suter, wollte im grossen Engelschor nicht mitsingen, weil der Liedtext «Frieden auf Erden unter den Menschen» nicht wahr sei.

Um die Ungerechtigkeit auf der Erde zu zeigen, sang der Chor des Bodenackerschulhauses unter der Leitung von Denise Moesch und der Chor der Stadtkirche Brugg das Lied «De Kaiser hät’s befole». Daraufhin bekam der kleine Engel von einem grossen Engel eine neue Aufgabe. Er musste nun auf die Erde und dort Frieden verbreiten. Der Chor in der Kirche begleitete den kleinen Engel auf seiner Reise mit dem Lied «Das isch de Schtärn vo Bethlehem».

Licht und Glanz

Der kleine Engel kam am Heiligen Abend auf der Erde an und flog zu den Hirten. Ein mürrischer Hirte sass im Lager, weil er nicht wie alle andern nur wegen einer Geburt eines Kindes seine Herde im Stich lassen wollte. Die Zweifel des Hirten wurden vom Chor durch das Lied «Kei Mueter weiss, was ihrem Chind wird gscheh» untermalt. Der kleine Engel wollte dem armen Mann inneren Frieden schenken. Diesen sollte der Mann in der Einsamkeit finden. Der kleine Engel lockte den Hirten weit weg vom Lager der Hirten bis an den Rand der Wüste. Das Spiel des Engels mit seinem Glanz wurde durch den Chor mit dem Lied «This little light of mine» unterstützt.

Die laute Stille

Die Einsamkeit war aber nicht still, wie der Engel es sich erhofft hatte. Der Hirte traf eine Familie mit einem Neugeborenen, die auf der Flucht vor einer Truppe Soldaten des Herodes war. Die anrückenden Soldaten bekamen durch den Chor eine Stimme im Lied «Mir händ’s glatt bim König Herodes». Der mürrische Hirte verwandelte sich in einen
couragierten Helfer. Der kleine Engel beobachtet, wie der Hirte der Familie des kleinen Jesus auf der Flucht half. Der kleine Engel flog wieder zurück zu seinem Chor, der ihn mit dem Lied «Was isch das für e Nacht» empfing.

Die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende Tradition der Weihnachtskollekte, die an bedürftige Kinder der Stadt Brugg geht, wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt. Die Gemeinde ging unter dem Segen und einem feierlich gemeinschaftlich gesungenen «Oh du fröhliche» auseinander.

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