Brugg

1800 Besucher wollten sehen, was aus den Rekruten geworden ist

Der Tag der Angehörigen der Genie UOS/RS 73 ist auf grosses Interesse gestossen. Die Soldaten zeigten, was sie in den letzten 13 Wochen alles gelernt hatten.

Die 280 Soldaten aus der Deutschschweiz, der Welschschweiz und aus dem Tessin, welche nunmehr den Rekrutenstatus hinter sich haben, sowie ihre Milizkader und Instruktoren boten im Geissenschachen auf verschiedenen Schauplätzen einen interessanten Morgen.

Bei der Begrüssung der offiziellen Gäste wies Schulkommandant Oberst André Güss speziell darauf hin, dass auf dem Waffenplatz Brugg für die nächste Zeit Bauprojekte im Rahmen von 70 Millionen Franken geplant sind. Nach der noch in diesem Jahr beginnenden Renovation soll das Dufourhaus künftig das Schulkommando beherbergen, und im Schachen entstehen eine Einstellhalle für die Unterstützungsbrücke
45 Meter sowie ein neuer Mehrzweckbau. «Sie sehen, bei uns hier läuft etwas, und dies ist auch ein Zeichen dafür, dass unsere Truppengattung in Brugg bleibt», so Güss. Gleichzeitig erwähnte er die insgesamt acht Ausbildungsplätze in der weiteren Region, auf denen die Genisten die nötigen Fertigkeiten einüben können.

Jetzt die fünfwöchige Verlegung

«Wir stehen nun am Schluss der 13. Woche der Winter-RS 2014/15 und der technischen Instruktion. Nun gilt es, das Gelernte in der bevorstehenden fünfwöchigen Verlegung im Raum Solothurn in der Praxis umzusetzen», erklärte der Schulkommandant in seinem anschliessenden, in drei Landesprachen gehaltenen Willkommensgruss an die Besucherinnen und Besucher.

Nach ihrem Vorbeimarsch vor der Tribüne gewährten die beiden Kompanien sodann Einblicke in ihre Arbeit. Spezielle Beachtung fand dabei das neuen Unterstützungsbrücken-System, welches seit Mitte 2014 an die Armee ausgeliefert ist. Der Bundesrat hatte mit dem Rüstungsprogramm 2011 insgesamt 173 Millionen Franken für zehn Brücken samt zugehörigen Fahrzeugen bewilligt. Dank moderner Hydraulik und Elektronik können acht Pioniere einen solchen Hindernisübergang innert rund zwei bis drei Stunden installieren. Aber auch die weiteren Attraktionen wie kurze Bootsfahrten auf der Aare oder Präsentationen von Passerellen aus Holz, Spezialfahrzeugen und Baumaschinen fanden bei Jung und Alt Anklang. «Ou, das isch aber lässig gsi!», so der Kommentar eines Dreikäsehochs, welcher unter Anleitung einen Kleinbagger bedienen durfte.

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