«Das ist für mich das absolute Highlight», sagt Yvonne Berglund von der Schwimmbadkommission mit einem Lachen und blinzelt in die Sonne. «Schöner könnte es nicht sein.» Mit etwas Verspätung ist der Spezialtransporter eingetroffen am Dienstagmittag bei der Badi in Schinznach. Auf der Ladefläche liegt die 17,4 Meter lange, über 3 Meter breite und gegen 6 Tonnen schwere neue Breitwellenrutschbahn aus Chromstahl. Die beiden Mitarbeiter der Firma Wiegand aus dem Deutschen Rasdorf hängen die wertvolle Fracht an den Haken des roten Pneukrans. Wenige Minuten später schwebt sie durch die Luft und wird sachte auf der grünen Wiese abgestellt – bereit, um später auf dem Betonfundament beim Nichtschwimmerbecken montiert zu werden.

Badi-Rutsche in Schinznach dank Crowdfunding

Nach dem langwierigen Geldsammeln, wurde nun die 17 Meter lange Wasserrutsche angeliefert. Diese soll bis zum Saisonstart montiert sein.

Sponsoren griffen tief in die Tasche

Für die neue Attraktion im sanierten und erweiterten Schwimmbad haben die Sponsoren tief in die Tasche gegriffen. Im letzten Jahr hatte sich die Schwimmbadkommission auf die Suche nach Geldern gemacht. Lanciert wurde eine Sammelaktion über eine Crowdfunding-Plattform. Namhafte Firmen im Schenkenbergertal und der Umgebung, die Ortsbürgergemeinde Veltheim und die Einwohnergemeinde Schinznach sowie Privatpersonen sicherten in der Folge Beiträge zu. Rund 130'000 Franken kamen zusammen, die Erwartungen der Schwimmbadkommission wurden übertroffen – bei weitem.

120'000 Franken werden für die neue Breitwellenrutschbahn eingesetzt, der Rest für eine Vogelnest-Schaukel sowie eine Seilbahn auf dem Spielplatz. Das ganze Geld, betont Yvonne Berglund, kommt vollumfänglich der Rutsche und den Spielgeräten zugute.

Ohne das Herzblut aller Beteiligter und ohne die grosszügige Unterstützung – bis zur Schulklasse notabene – wären diese Anschaffungen nicht möglich gewesen, fährt sie fort. «Es zeigt, wie viel der Bevölkerung an ihrem Schwimmbad liegt, wie wichtig es für das Schenkenbergertal ist», zeigt sie sich überzeugt.

Im Mai ist die Eröffnung

Am Samstag, 20. Mai, um 11 Uhr, wird die erneuerte Anlage mit einem Fest für die Bevölkerung eröffnet. «Es gibt noch viel zu tun», sagt Yvonne Berglund mit einem Blick auf die Baustelle. Die Tätigkeiten aber, fügt sie an, befinden sich im Zeitplan. Sowieso stehe die Sanierung unter einem guten Stern. Habe es während der langen, intensiven Planungsphase dann und wann geharzt, laufe es seit letztem Herbst rund. «Es herrscht eine gute Stimmung, die Zusammenarbeit ist toll.»

In einer ersten Phase wurden das bestehende Schwimmbecken teilweise abgebrochen und die Fundamente für die Erweiterung erstellt. Ebenfalls betoniert wurde das angrenzende Ausgleichsbecken und komplett ausgehöhlt das Technikhaus. Die Edelstahl-Elemente für die Wände der Schwimmbecken sind mittlerweile montiert und zusammengeschweisst.

In einem nächsten Schritt gilt das Augenmerk den Böden der Schwimmbecken, der Technik, der Umgebung sowie den Gebäuden. Letztere werden aufgefrischt und wo nötig angepasst. Der Sitzplatz beim Restaurant wird übrigens – als Neuerung – vergrössert, überdacht sowie mit einem Windschutz versehen. Als Restaurantbetreiber konnte Rolf Müller vom Hotel Lenzburg verpflichtet werden, ein Betrieb von Aargauhotels.ch. Yvonne Berglund ist überzeugt, dass mit diesem starken Partner im Rücken eine ideale Lösung gefunden wurde. «Wir sind guter Dinge.»