Auszeichnung
150-köpfige Jury sagt: Hartmanns machen den besten Aargauer Wein

Welcher Wein aus dem Aargau mundet besonders gut. Eine 150-köpfige Jury hat in Zürich auch auf diese Frage eine Antwort gefunden. Das beste Aargauer Tropfen kommt in ihren Augen aus Remigen. Es ist der Unicus 2009 von Bruno und Ruth Hartmann.

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Winzer und ihr prämierter Wein: Bruno und Ruth Hartmann mit Etikette des Unicus.

Winzer und ihr prämierter Wein: Bruno und Ruth Hartmann mit Etikette des Unicus.

zvg

1378 Schweizer Weine haben 150 Önologen, Händler und Produzenten während vier Tagen an der internationalen Weinprämierung Zürich (IWPZ), einer der bedeutendsten Weinprüfungen des Landes, getestet. Und verteilten danach 138 Gold- und 268 Silberdiplome. In den Aargau, der mit über 100 Weinen vertreten war, gingen sechs Goldmedaillen und elf Silber-Diplome, wie sie heute Dienstag nun publik machten. 20 weitere Aargauer Weine erhielten eine besondere Erwähnung.

Ganz oben auf dem Aargauer Podest steht der Rotwein Unicus 2009 von Bruno und Ruth Hartmann aus Remigen. Er erhielt 90 Punkte. Bruno Hartmann ist über die Auszeichnung hoch erfreut. «Es ist Ausdruck unseres Qualitätsdenkens in Rebberg und Keller», sagt Hartmann gegenüber az. Der kalkhaltige Boden, die gute Lage in Remigen und die naturnahe Bewirtschaftung würden es erlauben, sehr reife Trauben zu ernten; eine wichtige Voraussetzung für einen guten Wein. «Dazu kommt auch etwas Glück», gibt sich Hartmann bescheiden.

Die Kombination macht es aus

Der nun ausgezeichnete Wein ist eine Kombination aus vier Traubensorten, zwei davon (Dornfelder und Carbernet Dorsa) haben Hartmanns vor neun Jahren extra angepflanzt.
Das Ehepaar Hartmann bewirtschaftet selbst 9 Hektaren. Dazu kommen die Traben von einem Dutzend weiteren Winzer aus Remigen. «Sie haben einen Anteil am guten Produkt», lobt Hartmann deren Arbeit.

Hartmann ist Winzer, Önologe und Verkäufer in einem. Den Namen Unicus hat er patentieren lassen.

Auch ein Verleger mischt vorne mit

Auf Rang 2 kam der Bicker 2010 von Peter und Maja Wanner aus Würenlos. Auch bei Wanners machen sich Investitionen in die Qualität bezahlt. Sie haben den Önologen auf 2009 gewechselt und mit dem neuen, Christian Voser, nun durchschlagenden Erfolg.

Voser selbst gewann mit seinem Pinot-Noir-Gewächs Stella Maris ebenfalls eine goldene Auszeichnung. Er landete mit 89,4 Punkten auf Rang drei, ex-aequo mit dem Vin du Soleil Vinatura der Weinbaugenossenschaft Birmenstorf. Sie gewann ebenfalls noch eine zweite Gold-Medaille, nämlich für ihren Pinot Noir Vinatura.

Das sechste Aargauer Gold-Diplom ging an einen Weisswein, an den Bödeler Riesling-Sylvaner vom Zelglihof in Rüfennach.

Insgesamt testeten die 2308 Weine aus der ganzen Welt, 1378 davon stammten der Schweiz. Die Qualität der eingereichten Tropfen beurteilen die Fachleute generell als sehr gut. Vor allem der Jahrgang 2011 habe einen «markanten Auftritt». Der beste Schweizer Wein kommt übrigens aus Genf. Es ist der Chardonnay de Peissy 2010 vom Weingut Les Perrière. (rsn)