Auenstein
15 Jahre lang: Steinbruch Oberegg wird aufgefüllt

Ab März des nächsten Jahres liefern Last- und Bahnwagen Tausende Tonnen Aushubmaterial zur Jura-Cement-Fabrik. Die Grube des Steinbruches Oberegg in Auenstein-Veltheim soll wieder aufgefüllt werden.

Nadja Rohner
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Steinbruch Oberegg

Steinbruch Oberegg

Die Auffüllung der Oberegg mit einem Volumen von rund 3 Millionen Kubikmetern wird voraussichtlich rund 15 Jahre dauern.

Die Auffüllung der Oberegg mit einem Volumen von rund 3 Millionen Kubikmetern wird voraussichtlich rund 15 Jahre dauern.

Aargauer Zeitung

Die Bewilligung für das Vorhaben liegt seit Mitte 2015 vor – jetzt werden die nötigen Infrastrukturen gebaut: ein Bahnumschlagplatz auf dem Werkareal der Jura-Cement-Fabriken AG (JCF) in Wildegg und eine zwei Kilometer lange Förderbandanlage zur Grube.

Die Auffüllung der Oberegg mit einem Volumen von rund 3 Millionen Kubikmetern wird voraussichtlich rund 15 Jahre dauern.

In den Steinbruch kommen sauberes Aushub- und Ausbruchmaterial von Grossbaustellen, beispielsweise vom Bözberg-Tunnel. Angeliefert werden soll das Material idealerweise auf den Schienen, sagt Marcel Bieri, Produktionsleiter bei der JCF. Auf jedem Fall wird das Auffüllmaterial ins Werkareal der JCF angeliefert und von dort per Förderband zur Oberegg transportiert.

Maximal fünf Züge täglich

Bieri erwartet bei Grossprojekten an Werktagen zwei bis vier Züge via Industriegleis, in Spitzenzeiten könnten es auch mal fünf sein. Eine Zugkomposition soll jeweils 1000 Tonnen Material anliefern, das auf einem überdachten Umschlagplatz auf dem Gelände der JCF in Wildegg auch zwischengelagert werden kann.

Anschliessend transportiert es die Firma via Förderband über die Aare und hoch in den Steinbruch. Derzeit wird die bestehende Förderanlage verstärkt und mit einem dritten Förderband aufgerüstet. Diese Anlage fördert bereits seit den 1950er-Jahren Kalk und Mergel vom Steinbruch ins Zementwerk; zuvor wurde das mit einer Seilbahn gemacht.

«Die meisten Deponien werden aufgefüllt, indem ein Lastwagen zufährt und das Material hineinkippt», sagt Marcel Bieri. «In diesem Fall geht das nicht, weil die Anwohner in Auenstein und Veltheim keine zusätzlichen Lastwagenfahrten akzeptieren würden.»

Deshalb sei nur diese teure Variante mit Umschlagplatz im Werk Wildegg und Förderband möglich. Insgesamt investiert die JCF laut Bieri rund 15 Mio. Franken in die Infrastruktur für das Wiederauffüllungsprojekt. Geplant ist, die Anlage im März 2017 in Betrieb zu nehmen.