Brugg-Windisch

12'000 Quadratmeter Gebäudeverglasung werden am Campus gereinigt

Weshalb soll sich der Campus Brugg-Windisch derzeit anders verhalten als viele Menschen? Auch er macht Sommerferien, dennoch passiert inner- und ausserhalb einiges: So werden zum Beispiel die Fenster gereinigt.

«Der Campus ist viel zu gross, um ihn zu schliessen», sagt Adrian Dömer, Leiter Services Fachhochschule Nordwestschweiz Campus Brugg-Windisch, lachend. Offen ist der Campus, der eine wichtige Lehrstätte ist, allein schon von Amtes wegen; offen ist er im Sommer jedoch auch deshalb, weil inner- und ausserhalb manches passiert. Beispielsweise die Reinigung von 12'000 Quadratmetern Gebäudeverglasung. Ist das ein Grossunterfangen für die ausführende Firma Rohr AG? «Gross ja», sagt Heike Karlowski, Bereichsleiterin Verkauf, «aber wir reinigen etwa mit der Credit Suisse in Zürich und der Messe in Basel noch grössere Gebäude.»

Gleichwohl: Die Umsetzung des Campus-Reinigungskonzepts während der Semesterferien ist mit «einigen Besonderheiten verbunden», wie Heike Karlowski unterstreicht. «Wir haben vor einigen Tagen mit den Fassaden begonnen und mussten hierfür die Einfahrt zum Campus sperren. Weiter mussten wir beachten, dass die Induktionsschleifen für die Ampelbewirtschaftung nicht touchiert wurden; zudem mussten einige kantonalen Stellen rechtzeitig über unsere Arbeit orientiert werden.»

«Es gibt immer Lösungen»

Hauptmieter ist wie erwähnt die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW); auf der fünften Etage befinden sich private Mieter (Wohnungen und Ateliers).

Derzeit sowie die nächste Woche reinigt die Firma Rohr AG die Aussenfenster des Campus, danach werden sämtliche inneren Verglasungen bei der FHNW gereinigt sowie die Innen- und die Lichthöfe auf Vordermann gebracht. Beide bergen Knacknüsse, «doch es gibt immer Lösungen», sagt die Gebäudereinigungsfachfrau lächelnd. «In den Innenhöfen können wir keine Hebebühnen platzieren. Deshalb werden wir ein Reinigungssystem mit verlängerbaren Carbonstangen einsetzen, das bis ca. 19 Meter erweitert werden kann. Ob das Ergebnis unseren Qualitätsansprüchen gerecht wird, müssen wir abwarten», betont Heike Karlowski und verweist auf die zweite Schwierigkeit:Die Lichthöfe mit Kunst, unter denen diejenigen mit den «fliegenden» Gitarren und dem in viele Teile zergliederten Adler wahre Herausforderungen sind. Ist hierfür ein mobiler Personenlift in Kombination mit Stangensystem das Richtige? Die Verkaufsleiterin ist zuversichtlich.

Fast keine Probleme gab es bis jetzt mit der Aussenreinigung. Fast. Das extrem heisse Wetter erforderte eine neue Terminplanung. «Wir konnten die Arbeiten an den Fassaden stets nur auf der jeweiligen Schattenseite ausführen.» In Verzug geraten ist die Firma deswegen aber nicht.

Die Bahnseite ist heikler

Wer dem Zweimannteam auf den Hebebühnen zusieht, wie dieses rasch und exakt getimt die Reinigung über die Bühne bringt, staunt. Das Duo beginnt morgens um 7 Uhr und beendet seine Arbeit etwa um 16.30 Uhr. Zuerst werden die Fenster mit kalkfreiem Wasser gespült, dann mit einem mechanischen Reinigungsgerät gereinigt, wobei etwaige Verkalkungen entfernt werden – schliesslich wird alles mit kalkfreiem Wasser gespült und getrocknet: Voilà, die Campus-Fenster strahlen wie in der Fernsehwerbung.

Die Bahnseite bezeichnet Heike Karlowski als «reinigungsintensiver, weil wir es hier mit Flugrost und Staub zu tun haben werden». Ob diese Seite in Zukunft mehr als nur eine jährliche Reinigung erfordert, müsse sich weisen. Überhaupt sammeln die Firma Rohr AG, aber auch Stephan Pfenninger, Mandatsverantwortlicher Campus, erst einmal Erfahrungen. Aufgrund dieser werde man weitersehen: etwa im Hinblick auf die Storenreinigung, die zurzeit kein Thema ist. Aber auch sie müssen einmal gereinigt werden, «doch ob 2015 oder nur alle zwei oder drei Jahre, das entscheiden die Stockwerkeigentümer», betonen Karlowski und Pfenninger.

Vorerst geht es mit den Innenräumen in den Campus-Gebäuden 5 und 6 weiter und zwar mit einem Dreierteam pro Haus. «Das Schöne ist, dass die Semesterferien etwas länger dauern, als die kantonalen Schulferien: Somit ist der Zeitdruck nicht ganz so gross», sagt Heike Karlowski und es klingt ganz entspannt.

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