Im Steinbruch Oberegg der Jura Cement Fabriken (JCF) in Auenstein machten sich die Anwohnerinnen und Anwohner ein Bild davon, wie alternative Methoden die Sprengerschütterungen und andere Immissionen im Gesteinsabbau noch weiter reduziert werden können.

Um sicherzustellen, dass die Auswirkungen des Abbaus auf die direkte Nachbarschaft ihrer Steinbrüche auch künftig immer weiter abnehmen, testet JCF neue Methoden zur schonenden Materialgewinnung. Insbesondere sollen moderne Geräte die bei Sprengungen auftretenden Erschütterungen sowie Lärm und Staub künftig um mindestens einen Drittel reduzieren.

Eine Live-Vorführung am Samstag gab den interessierten Besuchern aus den Gemeinden Veltheim und Auenstein die Gelegenheit, die getesteten Maschinen im Steinbruch Oberegg in Aktion zu sehen und sich von den Vorteilen zu überzeugen. Zu bestaunen war unter anderem eine 112 Tonnen schwere, aber trotzdem überraschend leise Felsenfräse des US-Maschinenherstellers Vermeer. «Sie trägt das Gestein ohne merkliche Erschütterungen Schicht um Schicht ab», heisst es in einer Mitteilung an die Medien. Die Blicke des Publikums auf sich zog auch ein Hydraulik-Bagger, der mit einer Eisenklaue den Fels im sogenannten ‹Rip & Load›-Verfahren aus dem Boden bricht.

Fräsen vor Publikum: Die einzigartige Bodenfräse wird der Bevölkerung vorgestellt.

Fräsen vor Publikum: Die einzigartige Bodenfräse wird der Bevölkerung vorgestellt.

(April 2017)

Verschiedene Tests notwendig

Die Anwesenden erfuhren während der Vorführung, warum im Steinbruch überhaupt verschiedene Abbaumethoden zur Anwendung kommen und welche speziellen Herausforderungen im Vergleich zu anderen Steinbrüchen vor Ort bestehen. So begegnen die Fahrer mit ihren Maschinen in den Steinbrüchen Oberegg, Unteregg und Jakobsberg zum Beispiel stellenweise sehr engem und rutschigem Gelände sowie verschieden harten Gesteinsschichten. Die vor gut einem Jahr begonnenen und mindestens bis Herbst 2017 anhaltenden Tests mit mehreren Maschinen sind notwendig, um die optimalen Methoden für einen schonenden Abbau zu ermitteln.

Marcel Bieri, Leiter Produktion Zement Schweiz der JCF, zeigte sich erfreut über das rege Interesse der Bevölkerung: «Die Hinweise, Fragen und Anregungen aus der Nachbarschaft haben grosses Gewicht für uns, um den Abbau in unseren Steinbrüchen künftig noch schonender gestalten können.» Es sei der JFC und den Mitarbeitenden ein Anliegen, dass die Auensteiner und Vältner Bevölkerung sich persönlich ein Bild davon machen könne, welche Fortschritte bereits erzielt wurden und welche Ziele noch angestrebt werden, heisst es in der Mitteilung. Entsprechend freue man sich über die Besuche in den Steinbrüchen und in der Zementi Wildegg.