Brugg
105-jähriges Schulhaus braucht Frischzellenkur für 11 Millionen Franken

Hochwertige Architektur, aber veraltete Räumlichkeiten: Das markante Schulhaus Stapfer soll den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Der Einwohnerrat entscheidet über einen Projektierungskredit von 830 000 Franken.

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Verläuft alles nach Plan, kann das Schulhaus Stapfer bis Sommer 2018saniert werden. mhu

Verläuft alles nach Plan, kann das Schulhaus Stapfer bis Sommer 2018saniert werden. mhu

Michael Hunziker

Ein happiger Brocken und ein wichtiger Schritt bei der geplanten Erneuerung der Schulanlagen in Brugg: Der Einwohnerrat entscheidet über einen Projektierungskredit von 830 000 Franken für die Gesamtsanierung und Erweiterung des Schulhauses Stapfer sowie die Sanierung des Sportplatzes Hallwyler.

Das Schulhaus Stapfer wurde in den Jahren 1909/10 gebaut und steht heute unter kantonalem Denkmalschutz. In den letzten 30 Jahren wurden lediglich einzelne Unterhaltsarbeiten sowie der Dach- und Kellerausbau ausgeführt. «Bezüglich Energieeffizienz, Brandschutzanforderungen, Behindertengerechtigkeit und technischen Installationen genügt das Schulhaus den heutigen Anforderungen nicht mehr», führt der Stadtrat in seiner Botschaft an den Einwohnerrat aus.

«Die Räumlichkeiten sind veraltet und die Oberflächen brauchen eine Auffrischung, um der historischen Substanz und der hochwertigen Architektur Rechnung zu tragen. Die Bedürfnisse der Schule sollen angemessen erfüllt und die Betriebskosten stark optimiert werden.» Apropos Bedürfnisse: Insbesondere durch den Schulsystemwechsel mit der Verlängerung der Primarstufe und der Verkürzung der Oberstufe wurden in Brugg 2012 die Arbeiten für eine umfassende Schulraumplanung an die Hand genommen.

Im Konzept ist vorgesehen, dass im Schulhaus Stapfer die Primarschulklassen zweireihig geführt werden. Der benötigte Raum soll über eine Erweiterung geschaffen werden. Für diese wurde ein Projektwettbewerb durchgeführt. Das Rennen gemacht hat das einheimische Büro Liechti Graf Zumsteg Architekten (die az berichtete). Vorgeschlagen wird ein flacher Sockelbau, in dem zwei Klassenzimmer untergebracht werden.

Energieverbrauch sinkt massiv

Im altehrwürdigen Schulhaus Stapfer geplant ist eine ganze Reihe von Tätigkeiten. Das Spektrum reicht vom Ersatz der Storen über den Einbau eines Lifts bis zur Erneuerung der Sanitärbereiche und zum Teilersatz der Möblierung. Durch die Sanierung kann der Energieverbrauch um voraussichtlich rund 50 Prozent gesenkt werden, hält der Stadtrat fest. Der Sportplatz Hallwyler soll daneben mit seinem Geräte- und Spielfeldangebot den aktuellen Bedürfnissen der Schule angepasst werden.

Für das gesamte Vorhaben wird nach einer Grobkostenschätzung mit knapp 11,4 Mio. Franken gerechnet. Verläuft alles planmässig und geben der Einwohnerrat sowie der Souverän im Frühjahr/Sommer 2016 grünes Licht, kann das während rund 18 Monaten erneuerte Schulhaus Stapfer im Sommer 2018 bezogen werden. (mhu)

Einwohnerrat Brugg Freitag, 8. Mai, 19.30 Uhr, Rathaussaal.

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