Birr

Von Birr nach Birr: Aargauer Familie wechselt für eine Woche die Rollen in Irland

Die Hochstrassers (vier Personen rechts im Bild) trafen die Familie Guinan aus Irland kurz vor der Abreise bei sich zu Hause in der Eigenämter Gemeinde Birr.

Die Hochstrassers (vier Personen rechts im Bild) trafen die Familie Guinan aus Irland kurz vor der Abreise bei sich zu Hause in der Eigenämter Gemeinde Birr.

Maya und René Hochstrasser reisten mit ihren Kindern Lars und Nils für eine Woche ins irische Birr und lebten auf dem Bauernhof der Familie Guinan. Doch sie sind ein bisschen enttäuscht.

Nach Zürich, Glarus und Fribourg tauscht nun auch eine Birrer Familie im Rahmen der SRF-Sendung «Verkehrte Welt» für eine Woche ihr Leben mit einer Familie aus einer gleichnamigen Stadt im Ausland – in der neusten Sendung ist das idyllische irische Städtchen Birr dran. Mit einem antiken Schloss statt des Flugplatzes Birrfeld und abgelegenem Bauernhof statt einem Einfamilienhaus fand sich die Familie Hochstrasser in einem ungewohnten Alltag wieder.

Alles nur Show?

Für die Sendung musste die Familie Hochstrasser nicht nur das Haus, sondern auch den Berufs- und Hobby-Alltag der irischen Familie Guinan übernehmen. Neben einem Bauernhof mit rund 100 Kühen und 100 Schafen führt die Familie Guinan im irischen Städtchen Birr ein Bed & Breakfast. Für die Sendung «Verkehrte Welt» wurde es für die Familie Hochstrasser zur Aufgabe, sich um den Bauernhof und das Bed & Breakfast zu kümmern.

Doch ein vertiefter Einblick in den Arbeitsalltag blieb der Familie verwehrt. «Wirklich um die Tiere kümmern mussten wir uns nicht», erklärt der Kunststoff-Apparatebauer René Hochstrasser. «Wir haben bloss einige Einblicke erhalten. Ich musste zum Beispiel ein Schaf scheren und die Tiere füttern.» Auch Maya Hochstrasser war nicht mit viel Arbeit im Bed & Breakfast «Emmethouse» beschäftigt. «Wenn man so von der Kamera begleitet wird, ist es schwierig, einen wirklichen Einblick zu erhalten, weil schlussendlich vor allem das Bild stimmen muss. Aber wir wussten ja schon im Vornherein, auf was wir uns einlassen», so Maya.

Ein weiterer Punkt, der der Familie zu schaffen machte, war die Sprachbarriere. «Wir mussten jeden Tag zwischen drei verschiedenen Sprachen wechseln: Schweizerdeutsch, Hochdeutsch und Englisch. Das war gerade für die Kinder sehr anstrengend», so René.

Selbst vom irischen Städtchen Birr hat Familie Hochstrasser nicht viel gesehen. «Die Farm, auf der wir lebten, war eine halbe Stunde von Birr entfernt», so René. «Da wir kein Auto hatten, konnten wir auch nicht viel erkunden. Wir waren gerade mal einen halben Tag alleine unterwegs.»

Irische Geselligkeit

Obwohl sich die Familie den Irlandaufenthalt ein wenig anders vorgestellt hatte, konnten sie auch viele schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Für Lars und Nils war das Haus mit dem grossen Spielzimmer und den Gokarts ein Highlight, für René der Besuch einer Whiskey-Destillerie und für Spielgruppenleiterin Maya die irische Geselligkeit bei einem Pub-Besuch. «Als der Pub-Besitzer hörte, dass eine Schweizer Familie in ihr Pub einkehren werde, lud er einige Schweizer ein, damit wir uns wohlfühlen würden. Das war eine schöne Überraschung», so Maya. «Es war toll, so viele unterschiedliche Menschen kennenzulernen. Im Pub hatte es Junge und Alte und alle haben sich mit uns unterhalten.»

Was die Zuschauer am Freitag bei der vierten Ausgabe von «Verkehrte Welt» erwartet, weiss Familie Hochstrasser selber noch nicht so genau. «Es wurden so viele verschiedene Aufnahmen gemacht – je nach dem, wie man die Bilder einsetzt, entsteht eine ganz andere Geschichte. Wir sind selber auch gespannt», so Maya. Sie schauen die Sendung am Freitag mit einigen Bekannten, die auch beim Familientausch mitgeholfen haben. Auf die Frage hin, ob sie wieder teilnehmen würden, meint Maya: «Ja, bestimmt.» Und auch Lars pflichtet bei: «Ja, ich will wieder dorthin!»

«Verkehrte Welt» Birr-Birr (Offaly, Irland), Freitag, 7. März, um 21 Uhr auf SRF 1.

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