«Ich freue mich», sagt Ammann Daniel Moser, «hier nimmt ein wichtiges Puzzleteil rund ums Gesamtwerk Campus und um die Vision Mitte Gestalt an, und es geht spürbar vorwärts.»

Der geplante Busterminal Süd soll ab Fahrplanwechsel im Dezember 2014 die Postautolinien aus den südlichen Teilen der Region Brugg aufnehmen. Die Fahrzeit der Busse wird dadurch verkürzt, und gleichzeitig vermindert sich das grosse Verkehrsaufkommen auf der Nordseite des Busbahnhofs; der Platz vis-à-vis vom Neumarkt stösst heute zu Spitzenzeiten an die Grenzen seiner Kapazität. Wenn der Busterminal Süd in Betrieb ist, «gewinne der Bahnhofplatz Brugg an Potenzial für weitere städtebauliche Aufwertung», heisst es im Projektbeschrieb.

Schlüsselgebiet als modernes Element

Es geht aber auch darum, der Stadt im «Schlüsselgebiet» Busterminal Süd ein neues modernes Erscheinungsbild zu geben, eine dem Campus entsprechende architektonische Fortsetzung. Stefan Zinniker, stellvertretender Bauverwalter und Projektleiter seitens der Stadt Brugg und Manuel Basler vom Architektenbüro Steinmann, Brugg, präsentierten anlässlich eines Augenscheins die druckfrischen Pläne mit Genugtuung. Zinniker: «Wir wollen hier einen attraktiven Begegnungsraum schaffen. Es herrscht ein Tempolimit von 20 km/h, und Fussgänger haben Vortritt.»

Teil des Projekts ist ausserdem die Verlängerung der Fussgängerunterführung Mitte. Sie soll das Brugger Zentrum und das Campus-Areal verbinden. Gegen die Südseite des Bahnhofs hin öffnet sie sich mit einer breiten Treppe.

Sechs Busse gleichzeitig

Die Bauten, die für den Busterminal Süd geplant sind, werden von den Projektverantwortlichen als «leicht und durchlässig» bezeichnet. Es sind sechs Anlegekanten in sägezahnartiger Form vorgesehen, an denen beidseitig des Terminals je drei Gelenkbusse halten können. Dank dieser andernorts bewährten Form kommen sich die Busse beim An- und Abfahren nicht gegenseitig in die Quere.

Das Dach ist als 70 Meter langes einfaches Rechteck konzipiert, das auf sechs geknickten Pfeilern steht. Ursprünglich waren nur drei Pfeiler vorgesehen. In den aktualisierten Plänen haben diese einem durchgängigen geraden Mittelteil weichen müssen. An der Decke desselben hängen dereinst auf einer Linie die Monitore des Busleitsystems und informieren die Passagiere auf einen Blick. Die Stadt will bereits während des Bewilligungsverfahrens mit den Planungsarbeiten beginnen. Mit Einsprachen, die zu massiven Verzögerungen führen würden, rechnet man nicht. Bis Mitte 2012 soll die definitive Projektgenehmigung vorliegen. Für die Vergabe der Bauaufträge ist das zweite Halbjahr 2012 vorgesehen. Der Baubeginn für den Busterminal Süd soll im ersten Quartal 2013 erfolgen, jener für die Verlängerung der Personenunterführung im August 2013.

Die Kosten für das Projekt werden mit gesamthaft 9 Millionen Franken beziffert, wovon die Stadt Brugg 3,2 Millionen zu tragen hat.