Ständeratswahlen

Bruderer setzt sich im Ständerats-Duell gegen CVP-Schmid durch

Pascale Bruderer

Pascale Bruderer

Das TeleM1-Publikum sowie die Leserinnen und Leser der az haben gewählt: Mit 53 Prozent schlägt Pascale Bruderer (SP) im Ständeratskandidatenduell ihren Konkurrenten Kurt Schmid (CVP) nur knapp..

Die Siegerin tritt nächsten Dienstag nun gegen den SVP-Kandidaten Ueli Giezendanner an.

Im eigentlichen Duell ging CVP-Kandidat Kurt Schmid von Beginn an in die Offensive. Er freue sich, dass sie sich als KMU-Vertreterin positioniere. Ob sie das aber auch sei? Beim Blick auf ihr Politprofil habe er diesen Eindruck nicht.

Bruderer antwortete, sie sei für eine gesunde und nachhaltige Wirtschaft. Sie lasse sich aber in kein Kästchen pressen und bilde sich ihre Meinung unabhängig.

Einig bei Bankenregulierung

Im weiteren zeigte sich, dass die beiden bei allen Differenzen bei den Bemühungen zur Bankenregulierung Gemeinsamkeiten haben. Bei beiden ist das Vertrauen in die Banken (nicht in alle, sie loben Regionalbanken) angeschlagen.

Investmentbanking verbieten mögen sie nicht, hingegen müsse das Risikomanagement klar verbessert werden. Zu Köpferollen an der UBS-Spitze aufrufen mögen sie aber nicht. Bruderer vielsagend: «Ich wüsste, was ich in dieser Situation tun würde.»

Personenfreizügigkeit: Unterschiedliche Lösungsansatze

In der Personenfreizügigkeit wollen sie Probleme unterschiedlich angehen. Schmid verwies auf den hohen Anteil von Leuten, die direkt oder indirekt für den Staat arbeiten. Dieser soll nicht noch mehr wachsen, so Schmid. Denn diese Leute fehlten in der Privatwirtschaft. Die müsse dafür mehr Leute im Ausland suchen.

Bruderers Ansatz ist anders: Sie verlangt bei der Anwendung der flankierenden Massnahmen (die man der SP zu verdanken habe) schärfere Sanktionen, etwa bei Scheinselbständigen oder bei Lohndumping. (mku)

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