Bootsdrama in Vietnam

Bootsdrama in Vietnam: Polizei verhaftet den Kapitän

Die vietnamesische Polizei hat den Kaptitän und vier Besatzungsmitglieder des Todesbootes in der Halong-Bucht verhaftet. Zudem hat sie Übernacht-Ausflüge verboten. Beim Untergang sind gestern 12 Menschen ertrunken, darunter ein 25-jähriger Aargau

Die vietnamesische Polizei will nun wissen, wie es zum schrecklichen Bootsdrama in der Halong-Bucht kam. Sie hat hat heute den Kapitän des Schiffs und vier Besatzungsmitglieder festgenommen. Sie sollen zum Unfallhergang Auskunft geben. Die örtlichen Behörden haben zudem die Übernacht-Ausflüge in die Halong-Bucht vorderhand verboten.

Am Freitag früh liessen die Behörden auch das Unglücksboot aus 10 Metern Tiefe heben. Zwei Taucher und über ein Dutzend Rettungskräfte waren im Einsatz. Das Schiff soll genau untersucht werden. Überlebende haben inzwischen schwere Vorwürfe gegen den Bootsbesitzer und die Crew erhoben. Das Schiff habe beim Nachtessen um 10 Uhr abends Schlagseite bekommen, erklärte der Italiener Stefano Corda. Sie hätten die Crew darauf angesprochen, diese hätte erkärt, dass alles normal sei.

Das Schiff, das den Namen «Dream Voyage» trägt, wurde erst im November 2008 in Betrieb genommen. Es sank gestern früh um 5 Uhr. Dabei kamen 12 Personen ums Leben, 15 konnten sich retten. Unter den Opfern befindet sich auch der 25-jährige B.G. aus dem Kanton Aargau. (rsn)

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