Kanton
Biberabschuss: Nur wenn mehr als 10000 Franken Schaden in zwei Monaten

Der Biber bereitet sich im Kanton stark aus. Urs Altermatt, Leiter der Sektion Jagd und Fischerei, schliesst einen Abschuss daher nicht aus. Die Regierung sagt nun, wann ein Biber abgeschossen werden kann.

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Biber: Nur wenn er grosse Schäden verursacht, droht im der Abschuss.

Biber: Nur wenn er grosse Schäden verursacht, droht im der Abschuss.

Im Kanton Aargau gibt es heute gut 270 Biber, in der gesamten 1600. Der Bestand hat sich damit innerhalb von 20 Jahren mehr als vervierfacht.

Diesen Sommer klagten Bauern gegenüber Tele M1 über Schäden. Der kantonale Jagdaufseher Urs Altermatt schoss einen Abschuss von Bibern nicht aus, sollten diese grosse Schäden anrichten.
Die Regierung hält in einer Antwort auf eine Interpellation des EVP-Grossrates Sämi Richner (EVP) nun klipp und klar fest, wann ein Biber abgeschossen werden darf. Nämlich wenn er innerhalb von zwei Monaten trotz Verhütungsmassnahmen einen Schaden von mehr als 10000 Franken verursacht.

Schäden unbekannt

Wie hoch die bisher von Bibern verursachten Schäden sind, weiss die Regierung nicht, da niemand Buch führt.

Gemsamtkantonale Vorgaben für eine ideale oder maximale Bestandesgrösse machen in den Augen der Regierung keinen Sinn. Der Bestand reguliere sich über das Angebot an geeigneten Lebensräumen und an genügend Nahrung. Für eine Regulierung sorgen zudem zivilisationsbedingte Todesursachen wie Strassenverkehr und Wasserkraftnutzung. (rsn)

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