Betrugsmasche
Zeitungspapier statt Hunderternoten: Kantonspolizei warnt vor Betrügern bei Online-Kleinanzeigen

Die Kantonspolizei Aargau warnt vor Betrügern, die auf Online-Kleinanzeigen reagieren. Anstelle des Geldes für eine teure Uhr hatten gleich drei Personen schlussendlich nur einen Umschlag voller Papier in der Hand.

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Wertvolle Verkaufsobjekte sollten erst den Besitzer wechseln, wenn der Kaufbetrag auch wirklich in den richtigen Händen ist.

Wertvolle Verkaufsobjekte sollten erst den Besitzer wechseln, wenn der Kaufbetrag auch wirklich in den richtigen Händen ist.

Keystone/
Christian Beutler

Anstelle des Geldes für eine teure Uhr hatten gleich drei Geschädigte schlussendlich nur einen Umschlag voller Papier in der Hand. Wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt, bot eine junge Frau aus dem Freiamt auf der Verkaufsplattform «Marketplace» von Facebook eine Omega-Uhr für mehrere tausend Franken an. Prompt zeigte ein Mann Interesse daran, woraufhin er mit der Verkäuferin ein Treffen zur Übergabe vereinbarte.

Beim Treffpunkt erschien am Mittwoch, 28. Juli 2021, ein etwa 50- bis 60-jähriger Südländer, der englisch und gebrochen Deutsch sprach. Er hielt der Frau einen Umschlag hin, worin sich der Kaufbetrag tatsächlich in Form echter Noten befand – die Verkäuferin zählte selbst nach. In dem Augenblick, als sie das Geld wieder in den Umschlag legte, gelang es dem Betrüger, sie kurz abzulenken und die Couverts auszutauschen. Als der Mann verschwunden war, durchschaute die Frau den Betrug: Unter einer einzelnen Hunderternote enthielt der Umschlag bloss Zeitungspapier.

Mit der gleichen Masche kam vermutlich die gleiche Täterschaft am vergangenen Montag im Seetal zum Erfolg. Dabei erbeutete der Betrüger eine goldene Uhr. Und im April hatte der gleiche Trick in Aarau funktioniert, wodurch dem Anbieter anstatt einer wertvollen Armbanduhr ebenfalls nur ein Couvert voller Papier blieb.

Vermehrt Fälle von Online-Kleinanzeigenbetrugs

Die Kantonspolizei warnt vor diesem Betrugsphänomen und rät, bei solchen Verkäufen vorsichtig zu sein. Dabei sollten insbesondere wertvolle Verkaufsobjekte erst den Besitzer wechseln, wenn der Kaufbetrag auch wirklich in den richtigen Händen ist. Darüber hinaus verzeichnet die Kantonspolizei auch vermehrt Fälle von Online-Kleinanzeigenbetrugs, bei denen es jedoch die Käufer sind, welche geprellt werden. So bleibt es bei der Überweisung des Geldes, ohne dass jemals eine Lieferung erfolgt wäre. Auch hier ist stets ein gesundes Mass an Misstrauen angezeigt. Vorsicht sei etwa geboten, wenn Artikel wie Smartphones zu einem unrealistisch tiefen Preis angeboten werden. (lzu)

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