Ein Automobilist meldete am Dienstagmorgen der Kantonspolizei, dass bei der Autobahneinfahrt Rothrist zwei Männer versuchten, Autos anzuhalten. Den hilfsbereiten Automobilisten erklärten die Unbekannten, dass ihnen das Benzin ausgegangen sei. Sie baten darum, ihnen die Kreditkarte auszuleihen oder Geld zu geben.

Gefälschter Goldschmuck als Tauschware

Als Gegenleistung lockten die Unbekannten mit Goldschmuck. Als die aufgebotene Polizeipatrouille wenig später vor Ort war, waren die vermeintlich in Panne geratenen Männer samt Auto verschwunden.

Eine Stunde später stand der fragliche Mercedes-Benz mit englischen Kontrollschildern in gleicher Manier beim A1-Anschluss Baden-West. Nun gelang es einer Polizeipatrouille, die Insassen zu arretieren. Die vier Personen wurden auf den Polizeiposten gebracht und dort näher überprüft. Es handelte sich um drei Erwachsene und ein achtjähriges Kind, allesamt Rumänen ohne Wohnsitz in der Schweiz.

«Taubstumme» Hausierer

Spezialisten des Grenzwachtkorps durchsuchten das Auto gründlich und fanden an verschiedenen Orten versteckt insgesamt über 160 Schmuckstücke. Es handelte sich durchwegs um Fälschungen. Die Kantonspolizei stellte diese sicher und verzeigte die drei Erwachsenen, worauf sie wieder entlassen wurden.

In letzter Zeit häufen sich Meldungen über solche Betrüger. Auch sind vermehrt Hausierer aktiv, die sich als «taubstumm» ausgeben und an Haustüren betteln oder Bildchen feilbieten. Immer wieder gehen bei der Polizei auch Klagen von Passanten über aufdringliche Bettler ein. Im übrigen sind in den vergangenen Tagen mehrmals Ausländer aufgetreten, die auf der Strasse Stromaggregate zum Kauf angeboten haben. Die Kantonspolizei rät allgemein zur Vorsicht und zu Zurückhaltung. (rsn)