Betrüger im Aargau
«Falsche Polizisten» treiben ihr Unwesen – Polizei mahnt zur Vorsicht

Im Aargau sind Betrüger mit der Masche «Falscher Polizist» aktiv. Die Kantonspolizei mahnt zur Vorsicht.

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Vor allem ältere Personen können Opfer von Telefonbetrügern werden, wie zwei Fälle zeigen, die sich kürzlich zugetragen haben.

Vor allem ältere Personen können Opfer von Telefonbetrügern werden, wie zwei Fälle zeigen, die sich kürzlich zugetragen haben.

dpa / Keystone

Eine 90-jährige Frau hatte vergangenen Woche bereits mehrere zehntausend Franken sowie Schmuck einer ihr unbekannten Person übergeben, schreibt die Kantonspolizei. Zuvor wurde der Frau vorgegaukelt, ein Bankangestellter hätte einen Diebstahl geplant, weshalb ihr Vermögen nicht mehr sicher sei. Einer 68-jährigen Damen erging es fast gleich. Sie übergab ihre Bankkarten samt Pin einer unbekannten Person. Im Anschluss wurde unrechtmässig mehrere tausend Franken bezogen. Jedes Mal gab sich der Anrufer als Polizist aus.

Die Kantonspolizei mahnt zur Vorsicht. Sie empfiehlt dringend, kein Geld und keine Wertsachen an Unbekannte zu übergeben. Um sich und andere vor Telefonbetrüger zu schützen, rät die Polizei folgendes:

  • Seien Sie misstrauisch, stellen Sie Kontrollfragen.
  • Wenn Sie jemand am Telefon unter Druck setzt, legen Sie den Hörer auf.
  • Gehen Sie am Telefon nie auf eine Geldforderung ein.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten preis.
  • Halten Sie Rücksprache mit Personen aus Ihrem persönlichen Umfeld.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an eine Ihnen unbekannte Person.
  • Vorsicht vor falschen Polizisten: Fragen Sie über die Notrufnummer 117 nach, ob es diesen Polizisten tatsächlich gibt.

Die Polizei ruft auch die jüngere Generation dazu auf, alle Seniorinnen und Senioren im persönlichen Umfeld über diese Betrugsmasche zu informieren. Erklären Sie Ihren älteren Mitmenschen, dass sie solche Anrufe sofort beenden und die Polizei informieren sollen. (lzu)