Spreitenbach

Zu gefährlich: Seilparkspielplatz bei der Primarschule Seefeld muss gesperrt werden

Wann der Spielplatz abgerissen und der neue aufgebaut werden kann, ist aber noch unklar.

Wann der Spielplatz abgerissen und der neue aufgebaut werden kann, ist aber noch unklar.

Nach nur 13 Jahren muss der Seilparkspielplatz bei der Primarschule Seefeld in Spreitenbach bereits ersetzt werden. Wann der Spielplatz abgerissen und der neue aufgebaut werden kann, ist aber noch unklar.

Für 120000 Franken wurde der Seilparkspielplatz beim Schulhaus Seefeld in Spreitenbach 2007 erstellt. Seither gibt es dort im Eingangsbereich unter anderem eine Geländerutsche, Klettertaue, Balancierbalken und Schaukeln sowie verschiedene Seile und Netze. Der Spielplatz ist ein beliebter Treffpunkt für Spreitenbacher Familien geworden – und wird auch von den rund 400 Primarschulkindern in den Pausen rege genutzt.

Seit Ende August müssen sie sich in den Pausen aber eine andere Beschäftigung suchen: Die Spreitenbacher Bauverwaltung hat den Spielplatz aus Sicherheitsgründen abgesperrt – mit einem rund zwei Meter hohen Gitter. «Der aktuelle Zustand entspricht nicht mehr den Vorschriften der Beratungsstelle für Unfallverhütung BfU. Es ist zu gefährlich, wenn er weiterhin genutzt würde», sagt der stellvertretende Bauverwalter André Wenzinger.

«Dramatische Verschlechterung»

Eigentlich sei geplant gewesen, den Spielplatz im kommenden Winter zu ersetzen: «Wir haben Anfang Jahr eine Einschätzung machen lassen. Dabei wurde festgestellt, dass er bis Ende Jahr noch genug sicher sein sollte», sagt Wenzinger. Doch bei der letzten Kontrolle sei klar geworden, dass man nicht mehr so lange warten könne. «Diverse Teile sind gerissen, und auch das Holz ist an gewissen Stellen bereits morsch.»

Wenzinger nimmt an, dass der Spielplatz während des Lockdowns noch viel intensiver genutzt worden ist als sonst schon, «weshalb sich die Situation in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert hat».

Auch hätten sich während des Lockdowns an den Abenden vermehrt Jugendliche auf dem Spielplatz aufgehalten. Diese seien höchstwahrscheinlich ebenfalls auf einzelnen Teilen herumgeturnt, was die rasche Abnützung verstärkt habe. Man habe auf jeden Fall mehr Verschmutzung und Vandalismus festgestellt – wie auch bei den verschiedenen anderen Spielplätzen im Dorf. Derjenige beim Schulhaus Hasel halte aber noch etwas mehr aus, sei der Spielplatz doch erst vierjährig.

Dass der Spielplatz Seefeld bereits nach 13 Jahren ersetzt werden müsse, das enttäuscht Wenzinger: «Wir dachten, er würde mindestens 20 Jahre halten.» Er bedauert auch, dass die Kinder nun so kurz nach den Sommerferien auf den Spielplatz verzichten müssen: «Da wir uns aber bereits in der Planung befanden, können wir relativ schnell für einen Ersatz sorgen», versichert er.

Zeitpunkt und Kosten sind noch unklar

Wann der Spielplatz abgerissen und der neue aufgebaut werden kann, ist aber noch unklar. Wenzinger hofft, dass dies noch vor Winteranbruch der Fall sein wird, auch weil zum Beispiel ein neuer Bodenbelag nur bei gewissen Temperaturen eingebaut werden könne. Als Ersatz ist ein ähnlicher Spielplatz angedacht wie der bereits bestehende. «Er soll aber auf jeden Fall einfacher im Unterhalt werden», so Wenzinger. So musste beim jetzigen Spielplatz über die Jahre immer wieder etwas ersetzt oder geflickt werden.

Wie teuer Abriss und Neubau kommen wird, das ist ebenfalls noch unklar: «Die genauen Kosten klären wir aktuell ab und werden dann einen Antrag beim Gemeinderat stellen.»

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