Baden

Zeitgenössische Kunst soll das Bäderquartier bereichern

Derzeit noch eine Baustelle: Das Badener Bäderquartier soll im Jahr 2021 das neue Thermalbad erhalten und mit ihm auch Kunstwerke. Sandra Ardizzone/AZ-Archiv

Derzeit noch eine Baustelle: Das Badener Bäderquartier soll im Jahr 2021 das neue Thermalbad erhalten und mit ihm auch Kunstwerke. Sandra Ardizzone/AZ-Archiv

Ein neuer Wettbewerb für ein Kunstwerk bei der neuen Botta-Therme wurde lanciert. Auch bestehende Objekte erhalten einen Platz.

Die Josef-und-Margrit-Killer-Schmidli-Stiftung finanziert ein künstlerisches Werk im öffentlichen Raum der Bäder mit 250'000 Franken. Dies teilt die Stadt Baden mit. Nebst der geplanten Neuinszenierung von bestehenden Kunstobjekten mit Bäderbezug, die mit dem städtischen Kunstförderbeitrag abgedeckt werden können, werde ein zeitgenössischer Kunstbeitrag die Bäder bereichern. Die Stiftung kommt ebenfalls für die Kosten des Projektwettbewerbes auf. Die Einweihung des neuen Kunstwerks ist zeitgleich mit der geplanten Eröffnung des neuen Thermalbades von Architekt Mario Botta im Spätherbst 2021 vorgesehen. Bei den bestehenden Objekten, die ebenfalls im Quartier zu stehen kommen werden, handelt es sich um vier nackte Frauenfiguren in Bronze.

Jurierung findet diesen Herbst statt

Folgende Künstlerinnen und Künstler nehmen laut Mitteilung am Kunstwettbewerb teil: Claudia Comte, Florian Graf, Ilona Ruegg, Vincent Kohler, Sabine Lang/Daniel Baumann sowie Beat Zoderer. Die Auswahl der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler erfolgte an einem Workshop mit Mitgliedern der städtischen Kunstkommission und Vertretungen der Killer-Schmidli-Stiftung sowie der Stadt Baden. Die Jurierung findet im September 2020 statt.

Wo genau das zeitgenössische Kunstwerk zu stehen kommen wird, steht noch nicht fest, beziehungsweise werden die einzelnen Künstler vorschlagen. Die Vorgabe: Das Werk wird im Umfeld der Neubauten zu stehen kommen, allerdings nicht auf dem Kurplatz.

Die Killer-Schmidli-Stiftung trage mit diesem Engagement zur Ausstrahlung eines Grossprojektes bei und unterstütze damit die «Kultur- und Bäderstadt», heisst es in der Mitteilung. Josef Killer und seine Frau Margrit Killer-Schmidli setzten sich zeitlebens für gesellschaftliche und kulturelle Anliegen ein. Josef Killer (1900–1993) hat als visionärer Planer und Ingenieur in der Region und für die Schweiz mehrere bedeutsame Bauprojekte im Kraftwerk-, Tunnel- und Strassenbau geplant, realisiert und mit seiner teils oppositionellen Einmischung positiv beeinflusst. (az)

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