Baden

«Wir sind positiv überrascht vom Ergebnis»: Badener 5400-Gin wird mit Silbermedaille ausgezeichnet

Stefan Wetzel und sein Badener «5400»-Gin haben an der Preisverleihung abgesahnt.

Stefan Wetzel und sein Badener «5400»-Gin haben an der Preisverleihung abgesahnt.

Der Badener «5400»-Gin von Stefan Wetzel wird an den «Swiss Whisky, Rum & Gin Awards» mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Obwohl erst im Dezember des vergangenen Jahres die erste Flasche abegfüllt wurde, lässt der Gin auf diese Weise über sechzig andere Produkte hinter sich.

Noch steckt der Badener «5400»-Gin in Kinderschuhen. Mitte Dezember des letzten Jahres wurde die erste Flasche abgefüllt, nicht einmal ein Jahr alt ist die durch den Architekten, Hotel- und Restaurantbesitzer Stefan Wetzel gegründete «5400 Manufaktur». Trotzdem wurde das mit Schätzen aus der Goldwand angereicherte Getränk Anfang April an den «Swiss Whisky, Rum & Gin Awards» in der Kategorie «Gin» mit der Silbermedaille ausgezeichnet.

Dementsprechend gross ist die Freude bei Stefan Wetzel. «Wir haben unseren Gin ohne grosse Erwartungen eingeschickt. Wir sind positiv überrascht vom Ergebnis und natürlich auch ein bisschen stolz», sagt der 53-Jährige.

Die aus der Verkostungsleitung, Konsumenten, Destillateuren, internationalen Profi-Verkostern und Barkeepern bestehende vierzehnköpfige Jury attestierte dem Badener Gin Anfang März in einer Blindverkostung ein gutes Zeugnis. Mit 89 Punkten schlitterte der Gin knapp an der Goldmedaille vorbei, die ab 90 Punkten verliehen wird. Trotzdem trauert Wetzel dem verpassten ersten Podestplatz nicht nach. «Für uns steht definitiv die Freude im Vordergrund. Wir sind glücklich, dass wir in unserem ersten Jahr gleich Silber erreichen konnten», sagt er.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt trotzdem bestehen

Im Ranking wurde der «5400»-Gin auf dem achten Rang platziert. Ganze 65 andere Gins lässt er auf diese Weise hinter sich. In der «Turicum Distillery» hergestellt, ist der Gin von Stefan Wetzel in bester Gesellschaft. Sein Geschäftspartner Oscar Martin konnte mit dem Eigenerzeugnis seiner Zürcher Destillerie gar die Goldmedaille einheimsen. 

Wurde Anfang April prämiert: Der Badener Gin von Stefan Wetzel und seinem Geschäftspartner, Oscar Martin.

Wurde Anfang April prämiert: Der Badener Gin von Stefan Wetzel und seinem Geschäftspartner, Oscar Martin.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt trotzdem bestehen. In Zeiten der Pandemie musste die seit 2016 durchgeführte Veranstaltung der «International Spirits Advisors Ltd.» Planänderungen verkraften. Die für Mitte Mai eingeplante Preisverleihung am Gin & Rum Festival Luzern fällt ins Wasser. Per YouTube-Livestream wurden die Ergebnisse am 9. April bekannt gegeben.

Die Freude über die erreichte Leistung wird deswegen aber noch lange nicht getrübt. Für den aus neun Botanicals bestehende und im «London-Dry-Verfahren» hergestellte «5400»-Gin soll die Auszeichnung erst der Anfang sein. Über tausend Flaschen Badener Gin wurden mittlerweile schon verkauft, die Mischung, die unter anderem Wacholder, Hagenbutte, Pimentkörner und Heublume enthält, soll weiterhin überzeugen. «Wir möchten ein Produkt machen, das es auch in fünf oder zehn Jahren noch gibt. Wir denken langfristig», sagt Wetzel.

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