Baden-Turgi

Wieder wird der 13. Juni zum Schicksalstag: Verantwortliche beantworten Fragen zum Fusionsprojekt

Fusion Baden-Turgi: Heute Donnerstag beantworten die Verantwortlichen im Internet live Fragen zum Zusammenschlussprojekt. Bis am Mittwochabend wurden rund 30 Fragen eingereicht.

13. Juni 2010: Neuenhof stimmt Ja zur Fusion mit Baden, Baden aber lehnt den Zusammenschluss überraschend ab. Die Befürworter und Projektleiter der Fusion erleben ihr ganz persönliches Waterloo: Kaum jemand rechnete mit diesem Ergebnis. Von Fusionen will die Stadt Baden danach jahrelang nichts mehr wissen.

Und nun dies: Wieder wird der 13. Juni zum Schicksalstag eines Fusionsprojekts. In fünf Monaten findet in Turgi und Baden die erste von allenfalls zwei Urnenabstimmungen für einen Zusammenschluss statt. Es wird darüber abgestimmt, ob ein Fusionsvertrag ausgearbeitet werden soll. Im Falle eines Ja in beiden Gemeinden wird die entscheidende Abstimmung zur Frage, ob fusioniert werden soll, im Jahr 2023 an der Urne gefällt (nicht am 13. Juni, der fällt dann auf einen Dienstag, sondern an einem noch nicht festgelegten Märzwochenende).

Corona als zusätzliche Hürde für die Fusion

Um ein erneutes Waterloo zu vermeiden, wollen die Verantwortlichen «offen und transparent kommunizieren», wie das Projektleitungsteam auf Anfrage mitteilt. Dabei erweist sich Corona als zusätzliche Hürde. Informationsveranstaltungen können nicht wie geplant stattfinden, werden darum ins Internet verlegt.

Heute Abend ab 19 Uhr beantworten die Projektverantwortlichen Fragen aus der Bevölkerung. Die Veranstaltung wird auf der Website www.baden-turgi.ch gestreamt. Der Informationsanlass heisst «Ihre Frage zählt»; per E-Mail (baden-turgi@baden.ch oder turgi-baden@turgi.ch) können Fragen eingereicht werden. Bis gestern Mittwochabend wurden rund 30 Fragen eingereicht. Die Projektverantwortlichen rufen die Bevölkerung dazu auf, weitere Fragen einzureichen – insbesondere auch kritische Fragen.

Sieben Arbeitsgruppen erarbeiten Grundlagen

Inzwischen ist für das Fusionsprojekt ein Slogan entworfen worden (von den Gemeinden selber, nicht von einem externen Büro). Er heisst «Baden_Turgi, natürlich verbunden». Das Projektleitungsteam teilt auf Anfrage mit: «Wir sind in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden. Wir grenzen aneinander, liegen auf derselben Seite der Limmat und haben beide eine urbane Bevölkerungsstruktur.Sieben Arbeitsgruppen erarbeiten derzeit die Grundlagen für die Abstimmung vom 13. Juni. Eine erste Gruppe befasst sich mit der möglichen Ausgestaltung von Behörden und Verwaltung.

Die weiteren Gruppen befassen sich erstens mit der «Entwicklung der neuen Stadt», ­konkret mit Fragen zu Raumplanung und Bau- und Nutzungs­ord­nung, zweitens mit der Ausgestaltung des Schulwesens, drittens mit der Analyse und Planung der Finanzen (die beiden Ammänner gehören dieser Arbeitsgruppe an), viertens mit der Ausgestaltung der Ortsbürgergemeinden, fünftens mit der Ausgestaltung der technischen Betriebe und sechstens mit der Feuerwehr.

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