Vier Projekte

Wie Baden sein Bäderquartier Touristen schmackhaft machen will – dreitägiges Eröffnungs-Fest geplant

Noch ist der Kurplatz eine Baustelle – 2021 wird im traditionsreichen Quartier ein Fest stattfinden.

Noch ist der Kurplatz eine Baustelle – 2021 wird im traditionsreichen Quartier ein Fest stattfinden.

Der Einwohnerrat Baden genehmigt den Kredit von einer Million Franken – zur Eröffnung des «47» gibt es ein Bäderfest. Zudem soll die Öffentlichkeit Zugang zu möglichst vielen Elementen der Bädergeschichte haben.

Stadtrat Erich Obrist (parteilos) war nach der Einwohnerratssitzung überglücklich. Vier Kredite in Höhe von insgesamt einer Million Franken zur Kulturvermittlung der Bäder hat das Parlament gesprochen – Widerstand gab es praktisch keinen.

Die Idee: Um das kulturelle, aber auch das touristische Potenzial der einzigartigen, 2000 Jahre alten Bädergeschichte auszuschöpfen, hat der Stadtrat eine Strategie erarbeitet. Sie steht auf zwei Pfeilern. Einerseits soll die Öffentlichkeit Zugang haben zu möglichst vielen Elementen der Bädergeschichte. Das wichtigste Element ist das Thermalwasser.

Andererseits soll das Bädererbe zeitgemäss vermittelt werden, um die Bädergeschichte touristisch vermarkten zu können. Mehrere Projekte wurden bereits angestossen. Dazu gehören die beiden Heissen Brunnen des Vereins Bagni Popolari.

Matthias Flück über die Ausgrabungsfunde in Baden

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Bereits im Frühling wurden bei Ausgrabungen in Baden Sensations-Funde gemacht. Matthias Flück, Leiter Ausgrabungen Kantonsarchäologie Aargau, spricht im "Tagesgespräch" über die neusten Funde.

Grünes Licht für vier Projekte

Der Einwohnerrat hat nun die vier Teilprojekte «Jungbrunnen», «Geschichte und Geschichten im öffentlichen Raum», «Bäderfest» und «Bäderkultur» gutgeheissen. Letzteres bildet das konzeptionelle Dach für alle Elemente zur Kulturvermittlung in den Bädern.

Bäderkultur: Der Bäderverein trägt dieses Projekt, das auf zehn Jahre angelegt ist. Umsetzen soll es ein Kuratorenteam, das alle zwei bis drei Jahre wechselt. Es erarbeitet Projekte zur Vermittlung von Kulturgeschichte und der historischen Substanz der Bäder. Eine zentrale Rolle soll die Bevölkerung spielen. Hierfür sprach der Einwohnerrat einen 200'000-Franken-Kredit.

Geschichten an Hotspots erzählt

Jungbrunnen: Zur Hinterhofquelle soll ein direkter und uneingeschränkter Zugang geschaffen und diese als «Jungbrunnen» inszeniert werden. Die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden stellt mit baulichen Massnahmen die Zugänglichkeit zur Widchen- und zur Verenahofquelle für geführte Gruppen sicher. Kosten: 278'700 Franken.

«Geschichte und Geschichten im öffentlichen Raum»: Die Spuren der 2000-jährigen Geschichte von Baden als Bäderstadt samt dazugehörenden Geschichten werden mit hohem Unterhaltungswert für Gäste und Einheimische aufbereitet und an ausgewählten Hotspots erzählt. Konkret sollen etwa Kunstdenkmäler mit Informationen bestückt oder gar interaktiv und mehrsprachig zugänglich gemacht werden, etwa mit Apps oder QR-Codes. Kosten: 230'000 Franken.

Vorarbeiten mit Workshops laufen

Bäderfest: Ende Oktober 2021 soll das Thermalbad, die neue Wellness-Therme Fortyseven, eröffnet werden. Geplant ist ein dreitägiges Fest in den Bädern. Baden soll wieder als Bäderstadt wahrgenommen werden. Die Limmatpromenade entlang der Therme und dem Kurplatz soll mit gezielten Aktionen erlebbar gemacht werden.

Die Vorarbeiten mit Workshops laufen. Ennetbaden ist Teil des Bäderfests. Bis Ende 2020 soll das Konzept ausgearbeitet sein. Der Einwohnerrat Baden hat für das Fest einen Kredit von 300'000 Franken gesprochen.

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