Zwei feuerrote Tonnen stehen im schwarz-weissen Eingangsbereich des Kino Royal. Alfred Hitchcock und Greta Garbo auf der Tapete erinnern an Filmklassiker. Im knapp hundertjährigen Kinosaal brennt schwaches Licht. An der linken Wand flimmert die Videojukebox.

Tine Mudri, Andi Hofmann, Albert Kuhn und Marc Angst vom Verein Kulturbetrieb Mon Royal sind in den letzten Vorbereitungen für das Eröffnungswochenende des neuen Badener Kulturhauses. Ein Kulturhaus, das sich durch sein Interieur und mit seinem Programm von anderen Lokalen abhebt.

Auf der Suche nach Nischen

Der Kulturbetrieb Royal eröffnet am Freitag mit seiner Opening Gala und am Samstag mit seinem Royal Halloween eine multimediale Kulturbühne. «Wir wollen nichts machen, was es in Baden bereits gibt», betont Andi Hofmann, der selber Filmemacher ist. Und es gebe bereits ein gutes Kulturangebot in der Stadt. «Deshalb haben wir nach Nischen gesucht», fügt er hinzu.

Es gebe viele Schweizer Filmemacher, deren Produktionen es nicht einmal annähernd auf die Leinwände der Kinos schaffen. Die Lokalität mit der grossen Leinwand rufe förmlich danach, einen Treffpunkt zu schaffen, der unter anderem Platz für Trash-Movies, Lesungen, Discos und Konzerte hat. «Das Royal soll zu einem Ort der Begegnung und zu einem experimentellen Lokal werden. Das Bild steht immer im Zentrum», sagt Angst.

Dabei deutet er auf die Videojukebox, die selbst gedrehte Filmproduktionen zeigt. Wie Angst betont, wird es Anlässe für jedes Alter geben, immer mit einem passenden Rahmenprogramm. Zudem werden andere Badener Veranstalter, wie zum Beispiel Stoffwechsel mit dem Poetry-Slammer Simon Libsig, hier Anlässe organisieren.