Pandemie

Wie alternativmedizinische Praxen mit der Coronakrise umgehen

Auch Praxen mit Angeboten in der Alternativmedizin haben wenige bis gar keine Kunden mehr. (Symbolbild)

Auch Praxen mit Angeboten in der Alternativmedizin haben wenige bis gar keine Kunden mehr. (Symbolbild)

Auch Praxen mit Angeboten in der Alternativmedizin haben wenige bis gar keine Kunden mehr. So auch Petra Weber-Strub, die eine Praxis für Komplementärtherapie in Untersiggenthal führt und auf Craniosacral-Therapien spezialisiert ist. Sie hat damit ihren Lebensunterhalt verdient. Weber-Strub musste ihre Praxis schliessen, hatte aber Glück im Unglück, wie sie sagt: «Für mich als Gesundheitsfachfrau war es kein Problem, schnell eine Stelle zu finden, die mir nun ein Einkommen sichert.» Sie hat letzte Woche als Pflegefachfrau bei der Spitex begonnen. Wenn es einen Notfall gäbe, würde sie die Praxis öffnen – unter den erforderlichen Hygienemassnahmen. «Doch Kundenanfragen blieben bis jetzt aus», so Weber.

Auch bei Hypnosetherapeut Mike Schwarz von hypnosetherapie.pro, eingebettet in die Bienpur GmbH, gibt es in der ansonsten gut gebuchten Badener Praxis weder Kundenanfragen noch -termine. Er hat alle persönlichen Termine abgesagt, aber zur Alternative angeboten, die Therapien stattdessen online durchzuführen: «Doch die meisten Klienten kommen lieber zu uns in die Praxis und sind noch nicht davon überzeugt, Hypnosen per Videochat zu machen.»

Nur wenige hätten sich bisher tatsächlich darauf eingelassen: «Doch wer weiss, je länger der Lockdown geht, desto eher sind sie vielleicht dazu bereit», hofft Schwarz. Aber: «Rein umsatztechnisch ist die aktuelle Situation so oder so eine Katastrophe.» So entfallen ihm wichtige Einnahmen, die er durch seine Aus- und Weiterbildungen für Hypnosetherapeuten verdient. Er musste Kurse absagen oder steht kurz davor. Auch wollen einige bereits ihr Geld zurück, obwohl diverse Schulungen erst im Sommer stattfinden: «Das verstehe ich natürlich, viele Hypnosetherapeuten haben Existenzängste.» Sie geniessen nicht die Vorteile einer GmbH und wissen nicht, wie es weitergehen soll. Schwarz und Mitinhaberin Bea Gmür konnten immerhin Kurzarbeit beantragen. (cla)

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