Reaktion

Wettiger Fäscht: Das OK-Mitglied verzichtet nun doch auf die Entschädigung

Die Neubesetzung des Ressorts Unterhaltung sorgte für Kritik. (Archiv)

Die Neubesetzung des Ressorts Unterhaltung sorgte für Kritik. (Archiv)

Erstmals sollte ein OK-Mitglied am Wettiger Fäscht eine finanzielle Entschädigung erhalten. Nach Kritik am Traditionsbruch verzichtet der betroffene, Bruno Schmid, auf das Geld. Nächstes Jahr will er das OK nach nur einem Jahr wieder verlassen.

Bruno Schmid – in seiner Freizeit musikalischer Leiter der «Insieme»-Band – ersetzt im Organisationskomitee des diesjährigen «Wettiger Fäscht» den langjährigen Unterhaltungschef Jacky Schneider. Dieser war aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig ausgefallen.

Das Badener Tagblatt machte gestern publik, dass Schmid eine pauschale Entschädigung von 1000 Franken erhält, was für Kritik sorgte. Ab dem nächsten Jahr steht sogar eine Erhöhung auf 2000 Franken zur Diskussion.

Verzicht auf Entschädigung

Nun die Reaktion: Bruno Schmid verzichtet auf seine Entschädigung und verlässt nach dem kommenden Fest das Komitee bereits wieder. Über die genauen Gründe schweigt er jedoch. OK-Präsident Hanspeter Odermatt bedauert diesen Schritt von Schmid.

«Nun müssen wir uns für nächstes Jahr nach einem neuen Unterhaltungschef umsehen», sagt er. Odermatt ist jedoch froh, dass Schmid für dieses Fest noch bleibt und auf seine Entschädigung verzichtet. Danach werde er das Komitee aber definitiv verlassen.

Entschädigung in der Kritik

In die Kritik geraten war Bruno Schmids Engagement aufgrund der neuen Entschädigung. Diese war etwa doppelt so hoch, als wenn er wie die anderen Mitglieder lediglich Sitzungsgelder erhalten hätte. Zudem wären die 1000 Franken dem Budget für die Bühne auf dem Rathaus entnommen worden.

Dieses wird über eine Umsatzabgabe durch die am Fest beteiligten Vereine finanziert. Die Sitzungsgelder hingegen werden von der Gemeinde bezahlt, da es sich beim Fest-OK um eine vom Gemeinderat eingesetzte Kommission handelt.

Kritik am Traditionsbruch

OK-Präsident Odermatt bezeichnete Schmids Forderung nach einer pauschalen Entschädigung als Traditionsbruch. «Da Bruno Schmid auf den 1000 Franken beharrt hatte, mussten wir halt in den sauren Apfel beissen», sagt er. Die Entscheidung sei mit sechs zu drei Stimmen jedoch unüblich knapp ausgefallen.

Auch bei den Lesern gab die gestern veröffentlichte Geschichte zu reden. Unter den Online-Kommentaren tauchte gar der Vorschlag auf, die Entschädigung für OK und Helfer aufgrund des Ertrags festzulegen.

Dies sei bei anderen, vergleichbaren Festen üblich. Ein anderer Leser meinte hingegen: «Wer sich am Honorar stört, kann sich beim Organisationskomitee für eine kostenlose Mitarbeit melden.»

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