Vor der Rehaklinik im früheren Hotel Freihof an der Bäderstrasse in Baden gab es bis vor Kurzem einen gelben Fussgängerstreifen. Er wurde rege genutzt, liegen doch beidseits der Strasse Haltestellen der Buslinien 2, 5 und 9 der RVBW.

Seit ein paar Tagen ist der Streifen schwarz übermalt, die gelbe Farbe ist verschwunden. Eine AZ-Leserin drückte ihre Sorge aus, dass es gerade für ältere Leute nun schwierig sei, hier sicher über die Strasse zu kommen.

Denn nicht wenige Patienten der Rehaklinik sind nicht gut zu Fuss unterwegs – sei es wegen des Alters oder aufgrund einer Verletzung. Ein Augenschein vor Ort zeigt: Der Streifen wird weiterhin als Übergang genutzt, allerdings ist die Unsicherheit bei manchen Verkehrsteilnehmern gross, wer hier Vortritt hat.

Wachtmeister Adrian Baumann, Leiter Signalisation und Markierung bei der Stadtpolizei Baden, erklärt, dass die «Demarkierung» des Streifens erfolgt sei, damit die Bushaltestelle Richtung Ennetbaden korrekt bedient werden könne.

Grund dafür seien die neuen, temporären Parkplätze an der Bäderstrasse. Wegen dieser Parkfelder mussten die langen Gelenkbusse der Linie 2 knapp am Streifen halten. Dadurch war die Sicherheit der Fussgänger nicht mehr gewährleistet. Weiter oben und weiter unten gibt es an der Bäderstrasse noch zwei Fussgängerstreifen.

Die orangen temporären Parkfelder wurden als Ersatz für die fehlenden Plätze im Bäderparkhaus geschaffen. Während der Bauphase für das neue Thermalbad bis im Jahr 2020 sind die Bäderhotels auf die Parkplätze für ihre Gäste angewiesen. Die Hotels Blume und Limmathof sowie das Restaurant Goldener Schlüssel geben ihren Gästen dafür Parkkarten ab.

Allerdings werden die Parkplätze auch von Autofahrern benutzt, die einfach einen Gratisparkplatz in der Stadt suchen. Nachträglich hat die Stadt deshalb auch gut sichtbare Parkverbote installiert. Ab 2020 soll dann das neue Bäderparkhaus mit 450 Parkplätzen bereitstehen. Spätestens dann sollte die Bäderstrasse wieder frei befahrbar und für Fussgänger leicht überquerbar sein.