Mellingen

Wenn es Nacht wird an der Reuss, ist Fasnacht

Bereits zum dritten Mal organisierte der FC Mellingen den Nachtumzug. Die Zuschauer waren begeistert.

Den Auftakt machten die Mellinger Tambouren. Schon von weitem konnte man sie hören. Am Strassenrand hatten sich hunderte Zuschauer eingefunden. Kinder in Hexenkostümen, als Cowboys verkleidet oder als Piraten klaubten bunte Konfettis von Trottoir. Dann kam ein Sujet nach dem anderen: Erst ein „Hippiebus“, dann ein Wikingerschiff, die Notenquäler von Fislisbach kamen als Froschkönige verzaubert.

Und immer wieder kamen schön dekorierte Wagen. Hier ein Saloon aus dem wilden Westen, dekoriert von den Niederwiler Näbelriitern, da ein ganzer Kuhstall, gezimmert von den Chuestallfäger Widen, und dort kam sogar ein ganzes Geisterschloss auf Rädern angefahren, erbaut von den Rüssgeischtern aus Birmenstorf.

Mit Konfettikanonen wurde auf die Zuschauer geschossen und Narren mit schaurigschönen Masken verteilten Süssigkeiten an die Kinder am Strassenrand. Nachts, wenn es dunkel ist und die Wagen schön beleuchtet sind, gibt das schon eine besondere Stimmung. Einfach schön.

Der Nachtumzug ist eine Bereicherung

Insgesamt 27 Gruppen nahmen am diesjährigen  Nachtumzug in Mellingen teil. Darauf ist OK-Präsident Daniel Schmid besonders stolz. Vor drei Jahren übernahm er zusammen mit dem FC Mellingen das Fasnachts-Zepter. Nachdem sich die Karnemellipser-Zunft Mellingen aufgelöst hatte, sprangen die Mellinger Fasnachts-Hüehner und der FC Mellingen in die Bresche: Gemeinsam entwickelte man ein neues Fasnachtskonzept. „Es gab schon früher einmal einen Nachtumzug in Mellingen“, erinnert sich Daniel Schmid. „Aber das ist lange her. Dann beschloss man den Umzug wieder bei Tag stattfinden zu lassen.“

Nun fand der Nachtumzug bereits das dritte Mal in Folge statt. Und das mit Erfolg. Der OK Präsident rechnet vor: „Wenn wir den Umzug bei Tag gemacht hätten, dann hätte er am Sonntag stattgefunden. Dann aber sind schon in Würenlingen und in Wohlen grosse Umzüge. Wir hätten niemals so viele Sujets und so viele Wagen hier.“ Der Nachtumzug ist eine Bereicherung für das schmucke Reuss-Städtchen.

Beim „Stadttörli“ gab’s Verpflegung vom Grill für die Besucher und die Fasnachts-Hüehner servierten Getränke an der Lutz-Bar. Am Ende des Umzuges trafen sich die Guggen im „Andalusia“ beim Hallenbad, wo noch bis in die späte Nacht Festbetrieb herrschte. Auch in den anderen Restaurants im Städtchen sollte noch lange etwas los sein.

Im „Weissen Kreuz“, im „Stadttörli“ und im „Löwen“ war dekoriert und immer wieder pilgerten Guggen von einem Beizli zum anderen und sorgten mit ihren schräg-musikalischen Einlagen für fasnächtliche Stimmung

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