Einwohnerrat

Weniger Parkplätze und Tempo 20: Wird das Gebiet ums Badener AZ-Hochhaus zur Begegnungszone?

Viel Verkehr: Rund um das AZ-Hochhaus sind viele Autos unterwegs, längst nicht alle Fussgänger nutzen die Fussgängerstreifen zum Überqueren der Strasse.

Viel Verkehr: Rund um das AZ-Hochhaus sind viele Autos unterwegs, längst nicht alle Fussgänger nutzen die Fussgängerstreifen zum Überqueren der Strasse.

Der Einwohnerrätin Nadia Omar (team baden) findet die Verkehrssituation rund um das bekannte Hochhaus zu gefährlich – gerade für Fussgänger. Die Mehrheit des Einwohnerrats stimmt ihr zu – nun muss sich der Stadtrat dem Thema annehmen.

Die Verkehrssituation rund um das AZ-Hochhaus ist Einwohnerrätin Nadia Omar Team Baden) ein Dorn im Auge. Für Fussgänger sei die Situation "verwirrend und ungünstig", schrieb sie in einem Postulat an den Stadtrat.

Ihre Begründung: "Die Fussgängerstreifen liegen weit auseinander und durch die Anordnung der Parkfelder sowie die oftmals gefährlichen Parkiervorgänge wird eine sichere Querung zusätzlich erschwert bis verunmöglicht."

Es fehle eine sichere Fusswegverbindung vom Bahnhof oder vom Blinddarm in Richtung AZ-Hochhaus und weiter ins Martinsbergquartier. Die Situation verschärfe sich gerade an Wochenenden, wenn Fussgänger hier zum Besuch der Bars und Restaurants die Strasse queren. 

Die Situation rund ums AZ-Hochhaus aus der Vogelperspektive:

"Grosser Mehrwert für Geschäfte"

Omar fordert den Stadtrat auf, rund um das AZ-Hochhaus eine Begegnungszone einzuführen. "Durch die Einführung einer Begegnungszone und die Aufhebung wenigstens eines Teils der Parkplätze könnte eine Platzsituation geschaffen werden, die zum Verweilen einlädt", schreibt sie. "Dies würde insbesondere auch für die umliegenden Geschäfte ein grosser Mehrwert schaffen", ist sie überzeugt. Eine Begegnungszone bedeutet Tempo 20 und dass Fussgänger Vortritt haben. 

Im Einwohnerrat entwickelte sich am Dienstagabend eine lebhafte Debatte zum Thema. Omar unterstrich ihre Forderung und verwies auch auf den Wakkerpreis. Baden habe diesen auch dank der Aufenthaltsqualität für Fussgänger erhalten. "Genau in diese Richtung zielt unser Postulat", sagte die Team-Baden-Politikerin. Sie sagte auch:

Von linker Seite erhielt Omar Unterstützung. Von der SVP war deutliche Kritik zu hören. "Es geht nur darum, die oberirdischen Parkplätze zu vernichten", sagte Christoph Perrin (SVP). In Baden gebe es schon genug Begegnungszonen. Eine solche mache hier keinen Sinn. Die Strassen stellten die Zufahrt zu mehreren Parkhäusern sicher. Angesichts der grosszügigen Trottoirs sehe er hier auch kein Sicherheitsproblem.

Stadtammann Markus Schneider zeigte sich dagegen bereit, das Thema zu beleuchten. "Wir prüfen das im Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) sowieso." 

Der Einwohnerrat überwies das Postulat schliesslich mit 25 Ja- zu 22 Nein-Stimmen an den Stadtrat. Dieser muss sich dem Thema nun annehmen und seine Antwort dem Parlament vorlegen. 

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