Rund eine Viertelmillion Eintritte wurden letztes Jahr in den Sterk-Kinos gezählt. 241'251 lautete die exakte Besucherzahl – sie lag elf Prozent tiefer als noch im Jahr 2017. Im ersten Halbjahr waren gar rund 20 Prozent weniger Gäste in die Kinos der Sterk Cine AG gekommen, die zehn Kinosäle in Baden und Wettingen betreibt.

Erfolgreichster Film mit 8451 Besucherinnen und Besuchern war vergangenes Jahr die Schweizer Komödie «Wolkenbruch» von Regisseur Michael Steiner und mit Joel Basman und Noémie Schmidt in Hauptrollen. Auf dem zweiten Platz: «Avengers» mit 8236 Besuchern, vor «Bohemian Rhapsody», den sich 8016 Menschen anschauten. In der Rangliste der Schweizer Filme holte «Di chli Häx» mit 4777 Zuschauern hinter «Wolkenbruch» die Silbermedaille, knapp vor «Papa Moll». Vierterfolgreichste Produktion war «#Female Pleasure» mit etwas mehr als 1000 Besuchern.

Alexandra Sterk sagte bereits im Oktober, als sich die sinkenden Gästezahlen abzeichneten: «Der Rückgang ist erschreckend. Seit längerem gehen die Kinoeintritte generell zurück. Doch ein Jahr wie dieses hatten wir noch nie.» Die Gründe für den generellen Rückgang sieht Sterk im Ausgangsangebot, das immer grösser wird, sowie in den boomenden Online-Streamingangeboten. 2018 kam erschwerend hinzu, dass kaum gute Filme produziert worden seien, die man als Kassenschlager bezeichnen könne. «Dazu kamen die Fussball-Weltmeisterschaft und das aussergewöhnlich schöne Wetter.»

Für 2019 erwartet Alexandra Sterk eine Verlagerung der Ticketverkäufe von der Kasse ins Internet. «Dies, weil wir eine grössere Investition in das Online-Ticketing gemacht haben.» Kinder- und AHV-Tickets sind auf der Website oder in der App buchbar, und mit dem E-Ticket kann der Kunde nun direkt in den Kinosaal, das Anstehen an der Kasse entfalle.

Eine gute Nachricht für die Kino-Betreiber: Die Neue Aargauer Bank gab letzte Woche bekannt, dass sie das Sponsoring mit der Sterk Cine AG um drei weitere Jahre verlängert. Alexandra Sterk: «Es freut mich, dass wir dank dem grossen Engagement der Neuen Aargauer Bank auch in Zukunft ein attraktives Filmprogramm und die bei den Jugendlichen beliebte Moviecard anbieten können.»