Durch Investitionen in Schulhäuser, Kindergärten, Strassen und Werke hat sich in Neuenhof in den vergangenen Jahren ein Schuldenberg in Höhe von 44 Millionen Franken angehäuft. Dies entspricht einer Verschuldung von 5000 Franken pro Einwohner oder Einwohnerin.

Der Gemeinderat will die Verschuldung auf 3000 Franken pro Kopf reduzieren, wie er am Dienstag mitteilte. Damit soll gewährleistet werden, dass auch künftige Investitionen und, bei steigenden Zinsen, die derzeitigen Schuldzinsen finanziert werden können.

Der Gemeinderat stellte bei der Analyse fest, dass ein Teil der Verschuldung durch Investitionen in die Infrastruktur der Werke wie Leitungsnetz, Reservoirs, Trafostationen und andere entstanden ist. Mit der Umwandlung des Wasser- und Elektrizitätswerkes in eine selbstständige, öffentlich-rechtliche Anstalt sollen diese Schuldenanteile klar ausgewiesen werden. Auch soll die Verzinsung und die Amortisation dieser Fremdmittel an die Hand genommen werden.

Möglich macht die Auslagerung der Werke das 2018 revidierte Gemeindegesetz des Kantons Aargau. Mit der Auslagerung gehe es einzig um eine Neuorganisation der Werke und nicht um eine teilweise oder ganze Verselbständigung im Hinblick auf einen Verkauf der Werke, betont der Gemeinderat in seiner Mitteilung.

Die Einwohnergemeindeversammlung und der Gemeinderat hätten weiter die volle Kontrolle über die Werke. Über die Neuorganisation der Werke soll an der Einwohnergemeindeversammlung vom 25. November abgestimmt werden.