Baden

Was die Stadtrats-Kandidaten investieren: So viel kostet der Wahlkampf

Die drei Stadtratskandidaten Jürg Caflisch (SP), Erich Obrist (parteilos) und Mario Delvecchio (FDP).

Die drei Stadtratskandidaten Jürg Caflisch (SP), Erich Obrist (parteilos) und Mario Delvecchio (FDP).

Während Jürg Caflisch und Erich Obrist preisgeben, wie viel sie für ihren Wahlkampf investieren, nennt Mario Delvecchio keine Zahlen – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.

Wie viel kostet Ihr Wahlkampf? Diese Frage hat das «Badener Tagblatt» den drei Badener Stadtratskandidaten gestellt. SP-Kandidat Jürg Caflisch legt die Zahlen ohne zu zögern offen: «Das Budget beträgt 12 000 Franken, dürfte aber unterschritten werden.»

Bisher habe er Spenden in Höhe von 6000 Franken erhalten, die einzelnen Einzahlungen lagen zwischen 50 und 750 Franken. 2000 Franken habe er bisher selber an seinen Wahlkampf beigesteuert. Auch von der Partei werde er unterstützt.

«Finanzielles Risiko liegt bei mir»

Deutlich mehr finanzielle Mittel stehen Erich Obrist zur Verfügung – obschon er den Sprung in den Stadtrat nach seinem Austritt aus der SP ohne die Unterstützung einer Partei schaffen will. «Ich gehe davon aus, dass mein Wahlkampf zwischen 20 000 und 30 000 Franken kosten wird. Das finanzielle Risiko liegt letztendlich bei mir.»

Ein eigentliches Budget habe er nicht erstellen können, weil alles sehr schnell gegangen sei nach seinem Austritt aus der SP. «Nachdem ich mich für eine Kandidatur als Unabhängiger entschieden hatte, konnte ich auch nicht mehr auf die Erfahrungswerte einer Partei zurückgreifen.»

Ja oder Nein? Die Stadtratskandidaten Jürg Caflisch, Erich Obrist und MarioDelvecchio (v.l.) zu Stadtratspräsidium, Road-Pricing und Stadtcasino.

Ja oder Nein? Die Stadtratskandidaten Jürg Caflisch, Erich Obrist und MarioDelvecchio (v.l.) zu Stadtratspräsidium, Road-Pricing und Stadtcasino.

Unterstützt werde er vor allem auch ideell und materiell von vielen Badenerinnen und Badenern, «die mich in den Stadtrat wählen wollen und welche die Badener Politik aufmerksam und kritisch verfolgen». Zudem arbeite sein Wahlkomitee ehrenamtlich, aber professionell und engagiert.

Keine Zahlen nennen will FDP-Kandidat Mario Delvecchio, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. «Ich kann die Frage zu einem späteren Zeitpunkt besser beantworten. Es ist schwierig, jetzt eine genaue Zahl zu nennen, da der Wahlkampf noch voll im Gange ist und niemand weiss, ob es einen zweiten Wahlkampf geben wird.» Es gebe ausserdem ganz viel Freiwilligenarbeit, die mit Geld nicht beziffert werden könne.

Stadtrats-Wahltalk in Baden

Der Stadtrats-Wahltalk in Baden

Etwas will Delvecchio, Geschäftsführer einer Druckerei, loswerden: «Was ich überhaupt nicht verstehen kann und inakzeptabel finde, sind die vielen negativen Äusserungen über den sogenannten ‹Plakatwald›. Es wird immer wieder vergessen, dass im Druckgewerbe einige Hundert Arbeitsplätze diese Aufträge dringend benötigen, um überhaupt überleben zu können.»

Deutlich höhere Summen als im Badener Stadtratswahlkampf sind derzeit im Rennen um die Ständeratssitze im Spiel. Gegenüber der «Schweiz am Sonntag» legten einige Aargauer Politiker ihr Budget offen. Pascale Bruderer (SP) lässt sich die Kampagne für ihre Wiederwahl 180 000 Franken kosten. Über 80 000 Franken kostet der Wahlkampf von Ruth Humbel (CVP), unter 100 000 Franken beträgt das Budget von Beat Flach (GLP).

Sehen Sie hier das ganze «Badener Tagblatt»-Podium mit den Stadtratskandidaten.

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