Die amtierenden Gemeinderäte erzielten gestern alle samt Glanzresultate. Das beweist: Das Volk schätzt die Arbeit der Exekutive. Die beiden neu gewählten Kandidaten Sandro Sozzi (CVP) und Markus Haas (FDP) geniessen in der Bevölkerung ebenfalls einen beachtlichen Rückhalt, wie ihre Stimmenzahlen zeigen. Angesichts der grossen Herausforderungen für die kommende Legislatur – sei es bei den Finanzen oder bei der Revision der Bau- und Nutzungsordnung – stünden die Vorzeichen damit eigentlich gut.

Das grosse Aber setzt die SVP. Sie hatte gestern einen schwarzen Tag. Die zweitgrösste Partei der Gemeinde wird in der Exekutive nicht mehr vertreten sein. Und obwohl die Partei bei den Einwohnerratswahlen ebenfalls einen ihrer zwölf Sitze abgeben muss, ist bei den Gemeinderats-Parteien CVP, SP und FDP die Verunsicherung deutlich zu spüren. Sie fragen sich, wie man einerseits die SVP künftig bei der Entscheidungsfindung auf Exekutivebene integrieren kann, andererseits, wie die SVP reagieren wird und ob sie gar in die Opposition geht.

Die SVP zeigte sich ob ihrer Niederlage ratlos. Klar ist einzig: Die Partei will sich nun neu positionieren. Man werde sicher nicht mehr gleich agieren wie bisher, hiess es auf Anfrage.

 Zum Wohl der Gemeinde und angesichts der Herausforderungen, vor der sie steht, täten die SVP und die Parteien, die im Gemeinderat vertreten sind, gut daran, eine Lösung zu finden, um den Oppositions-Fall abzuwenden – damit die Gemeinde nicht still steht. Wichtig ist nun, die SVP mit anderen Schlüsselämtern, wie etwa einem Finanzkommissionspräsidium, ins Boot zu holen.