Vorstoss
Baden soll wieder als Bäderstadt auftreten: Stadt will Willkommens-Tafeln auf der Autobahn ändern

Eingangs Baden preisen Tafeln die Stadt als Kultur- und Bäderstadt an. Der Stadtrat will die Grossplakate nun vereinheitlichen und Baden künftig stärker als Tourismusdestination vermarkten.

Sarah Kunz
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Zu wenig konkret: Die Autobahntafeln sollen Baden künftig als Kultur- und Bäderstadt repräsentieren.

Zu wenig konkret: Die Autobahntafeln sollen Baden künftig als Kultur- und Bäderstadt repräsentieren.

Bild: Alex Spichale

Wer auf der Autobahn fährt und an Baden vorbeikommt, kann die Willkommens-Tafeln nicht übersehen, die Baden als Kultur- und Bäderstadt anpreisen. Auf dem entsprechenden Bild sieht man den Stadtturm und die Glasfassade des Warenhauses Manor, jedoch wird weder gebadet noch Kulturelles offeriert.

Daran stört sich Einwohnerrat Mark Füllemann (FDP). In einem politischen Vorstoss schreibt er:

«Wort und Bild sind nicht konsistent.»

Er bezeichnet die Tafel deshalb als irreführend. Denn letztlich sollten die Willkommens-Tafeln seiner Meinung nach vor allem für diejenigen aussagekräftig sein, welche die Stadt nicht kennen.

Auf drei Einfallsachsen stehen vor der Bushaltestelle Ruschebach, gegenüber des Regionalen Pflegezentrums und auf der Neuenhoferstrasse ebenfalls solche Willkommens-Tafeln. Diejenige beim Dättwiler Weiher fehlt derzeit – sie fiel einem Autounfall zum Opfer. Anders als bei der Autobahn beschreiben diese Tafeln Baden als Wakkerpreisträgerin 2020 und verkünden in grossen Lettern, dass hier pro Tag 900'000 Liter Thermalwasser aus 18 Quellen sprudelt. Für Füllemann ist bei diesen Tafeln der Bezug zur Kultur- und Bäderstadt schon eher gegeben. Richtig zufrieden ist der Einwohnerrat dennoch nicht.

Tafeln sollten Stadtturm und Therme zeigen

Für die Tafeln an der Autobahn ist der Kanton zuständig, für die Einfallsachsen die Stadt Baden. In seiner Anfrage ersucht Füllemann den Stadtrat nun, drei Fragen zu beantworten und hofft, damit die Änderung der Tafeln beschleunigen zu können.

Einwohnerrat Mark Füllemann (FDP).

Einwohnerrat Mark Füllemann (FDP).

Bild: zvg

Zum einen will Füllemann wissen, ob der Stadtrat die Auffassung teilt, dass ein einheitlicher Auftritt sehr wichtig ist, um Baden als Bäderstadt wieder zu positionieren. Weil das neue Thermalbad Fortyseven im Herbst eröffnet wird, fragt Füllemann weiter, bis wann der einheitliche Auftritt erwartet werden darf. Zuletzt will Füllemann wissen, ob der Stadtrat gewillt ist, beim Kanton eine Änderung der Tafeln an der Autobahn zu bewirken.

Füllemann stellt sich vor, dass die neuen Tafeln den Stadtturm und die neue Wellnesstherme zeigen könnten. «Gerade weil die Eröffnung näher rückt, soll diese Anpassung jetzt dringend vorangetrieben werden», sagt er auf Anfrage.

Änderung der Tafeln ist bereits im Gang

Wie der Stadtrat jetzt in seiner Antwort schreibt, teilt er die Auffassung, dass die Bädereröffnung genutzt werden muss, um Baden als Tourismusdestination zu positionieren. Mitunter aus diesem Grund sei die neue IG Tourismus Baden gegründet worden. Diese hat bereits entschieden, eine neue Marke für die Tourismusdestination Baden zu entwickeln, die sich von der städtischen Dachmarke «Baden ist.» unterscheidet.

Geplant ist, dass vor der Eröffnung der Bäder die Lancierung der neuen, eigenständigen Tourismusmarke «Baden – Kultur & Bäderstadt» erfolgt. Bei der Präsentation der neuen Marke von vergangener Woche sagte Stadtammann Markus Schneider (Mitte): «Baden wird endlich wieder zur Bäderstadt. Es ist wichtig, dass wir die neue Ausgangslage mit den Bädern wieder nutzen.» Wie der Stadtrat schreibt, gehört dazu, die vier Grossplakate an den Einfallsachsen im Spätherbst zu erneuern. Gleichzeitig werde momentan geprüft, ob die Autobahntafeln geändert werden können. Die Kosten dafür seien durch die Stadt Baden zu übernehmen – sie belaufen sich auf bis zu 20'000 Franken.

Der Stadtrat macht in seiner Antwort jedoch auch darauf aufmerksam, dass Layout und Bild der Autobahntafeln dem übergeordneten kantonalen Gestaltungskonzept entsprechen muss und die Zustimmung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau und des ASTRA benötigt. Der Einwohnerrat wird die Anfrage nun an seiner Sitzung vom 26. und 27. Oktober behandeln.

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