Baden

Voller Erfolg: Teilnehmerrekord beim Limmatlauf

1803 Läuferinnen und Läufer rannten am Wochenende an der Limmat um die Wette – so viele wie noch nie.

An der Kurve beim Rebstock in Baden stehen sie: Familien mit ihren Kindern, Junge und Alte, Fans und Schaulustige. Die Untere Halde hinauf gerannt kommt der Führende Basler Ahmed El Jaddar, er wird von den Menschen um ihn herum angefeuert, ehe er um die Kurve biegt und wieder zurück in den Graben verschwindet.

Bis zum Zieleinlauf in der Aue fehlen ihm da nur noch ein paar Hundert Meter. Nach ihm kommt eine ganze Weile niemand. 41 Minuten und 59 Sekunden wird er für die gesamten 13,2 Kilometer gebraucht haben; dreieinhalb Minuten weniger als sein Verfolger, aber 24 Sekunden mehr als der Sieger vom letzten Jahr. Der Streckenrekord von Bernard Matheka Reconvilier aus dem Jahr 2012 (38.58 Minuten) bleibt damit weiterhin unangetastet.


Ein direkter Vergleich ist genau genommen aber nicht möglich: Wegen den Bauarbeiten beim Bäderquartier war die Strecke dieses Mal um 200 Meter länger und bei der Umleitung waren auch wesentlich mehr Höhenmeter zu bewältigen. Schnellster Mann aus der Region war dieses Jahr Marius Keller aus Endingen auf Platz drei, schnellster Badener war Hansjörg Brücker, der Sieger von 2009, auf Platz sechs. Eindrücklich: mit Jahrgang 1963 war er der mit Abstand älteste auf den ersten 92 Rängen.

Bei den Frauen siegte die Solothurnerin Petra Eggenschwiler vor der Vorjahressiegerin Joana Umbricht aus Würenlos. Deborah Blaser aus Ennetbaden verbesserte ihre Zeit aus den Vorjahren und wurde beeindruckend Siebte im Gesamtklassement.

Ausgelassene Picknickstimmung


Der diesjährige Limmatlauf verzeichnete einen neuen Teilnehmerrekord: 1988 Läuferinnen und Läufer meldeten sich an, 1803 gingen an den Start, 1795 erreichten das Ziel. «Das sind zirka 150 mehr als im Jahr Rekordjahr 2017 und 290 mehr als im Vorjahr», sagt Mitorganisator Thomas Kunz. Hervorzuheben sei gemäss ihm auch die hohe Beteiligung von Schülerinnen und Schüler: 840 der Teilnehmenden waren unter 20 Jahren.


In der Aue herrschte so ausgelassene Familien-Picknickstimmung: Viele lagen entspannt auf dem grossen Rasen, während die Läufer auf der Tartanbahn um sie herum mit ihren letzten Kräften ins Ziel sprinteten. Kinder spielten unterdessen im Weitsprung-Sandkasten, ruderten an den Trainingsmaschinen beim Stand des Ruderclubs Baden um die Wette oder warfen Dosen um beim Stand eines Versicherers.

Beim Verlosungspreis gewann der siebenjährige Gian Plaz aus Wettingen ein Mountainbike. Die ausgelaugten Läufer wurden indessen gratis mit Wasser, Bananen und Getreideriegel verpflegt. Andere gönnten sich eine Wurst, einen Fleisch- oder Gemüsespiess. Die Organisatoren gaben sich zufrieden ab dem «wieder sehr gelungenen Anlass» ohne Zwischenfälle.

«Die hohe Teilnehmerzahl und die neue Streckenführung hat uns sehr gefordert und an die Grenzen gebracht», sagt aber Thomas Kunz. Zum 20-Jahr Jubiläum des Badener Limmatlaufs im nächsten Jahr wollen sie gerne die 2000-Teilnehmer-Marke knacken. «Damit uns das gelingt, braucht es weiterhin gute Partner und die eine oder andere Anpassung in der Logistik.»

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