Freienwil
Viele Emotionen an der Gmeind

An der Gemeindeversammlung am Mittwochabend gingen die Emotionen hoch. Zu reden gaben nicht in erster Linie die Traktanden, sondern die Kommunikationspolitik des Gemeinderats.

Martin Rupf
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Sandra Ardizzone

Die Gemeindeversammlung von Mittwochabend stand unter besonderen Vorzeichen. Grund: Vor der Versammlung machte die AZ publik, dass der Gemeinderat das Gesuch für die Swisscom-Antenne - entgegen der Mitteilung Ende 2017 - doch noch nicht abgelehnt hatte. Gemeindeammann Robert Müller wurde denn auch mit kritischen Fragen eingedeckt. Er räumte ein, dass hier schlecht kommuniziert worden sei. Fakt sei, dass der Gemeinderat beabsichtige, das Gesuch aufgrund des grossen Widerstandes aus der Bevölkerung abzulehnen, das Verfahren aber noch am Laufen sein. Der restliche Verlauf der Versammlung ist schnell zusammengefasst, alle Anträge, so auch die Rechnung 2017, wurden gutgeheissen. Zu reden gab einzig der Zusatzkredit für den Gestaltungsplan Mitte. Nicht in erster Linie die massive Überschreitung um das Fünffache (statt 40'000 Franken kostet die Planung jetzt 200'000 Franken), sondern die Tatsache, dass das meiste Geld davon schon ausgegeben wurde. Wie konnte es sein, dass a) die Kosten derart aus dem Ruder liefen und b) die Stimmbürger darüber nie informiert wurden respektive früh genug ein Zusatzkredit eingeholt wurde? Gemeinderat Othmar Suter räumte ein, dass hier einige Fehler passiert seien. Man werde künftig - mit Hilfe der Fiko - ein Auge drauf haben, dass die Kosten auch bei laufenden Projekten eingehalten werden. Ein Rückweisungsantrag von Alt Gemeindeammann Hanspeter Geissmann fand kein Gehör, der Zusatzkredit wurde genehmigt. Unter "Verschiedenes" informierte Gemeinderat Urs Rey schliesslich noch darüber, dass die letzten Beschwerden für die Umzonung Maas seitens Kanton abgelehnt worden seien. Nach den Sommerferien werde das Baugesuch für die geplante Asylunterkunft nun aufgelegt.

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