In der Hand von Franz Schultermandl liegen mehrer Bienen. Sie bewegen sich nicht mehr - oder nur noch ganz wenig.

Die einen sind schon tot, die anderen werden nicht mehr lange leben. «Ja diese zwei sind am Sterben, die da sind schon tot», sagt der Hobbyimker in einem Beitrag von Tele M1.

Neben seinem Bienenhäuschen in Dättwil liegen schon tausende tote Bienen. «Ein himmeltrauriger Anblick», sagt der Imker. Und: «Da tut einem das Herz weh.» Das grosse Sterben begann am Montag. 220‘000 Bienen sind schon verendet.

Franz Schultermandl glaubt, dass auf einer Plantage ein Insektizid gegen Läuse gespritzt worden ist und dass die Bienen das tödliche Gift beim Nektarsammeln aufgenommen haben. «Es ist naheliegend, dass das eine Vergiftung ist», sagt der Aargauer Bieneninspektor Thomas Amsler dazu gegenüber Tele M1.

Die toten Bienen werden im Labor untersucht. Dabei soll sich zeigen, was der Grund für das Massensterben ist. Erhärtet sich die Vermutung von Franz Schultermandl, will er rechtlich gegen den Verursacher vorgehen. «Der nächste Schritt wäre eine Anzeige gegen Unbekannt», sagt er.

Vorderhand stehen ihm allerdings traurige Tage bevor: Auch in den nächsten Tagen dürften noch zahlreiche Bienen des Busslinger Hobbyimkers verenden. Und dann müsste er wohl oder übel auch all seine Bienenwaben verbrennen. Vorsichtshalber - denn auch sie könnten vergiftet sein. (pz)

220'000 tote Bienen: Wurden sie vergiftet?

220'000 tote Bienen: Wurden sie vergiftet?