Die SP Obersiggenthal wird an der kommenden Einwohnerratssitzung vier Vorstösse einreichen. Unter anderem fordert die Partei eine externe Untersuchung zur Zufriedenheit der Angestellten der Gemeinde Obersiggenthal. «Aus Sicht unserer Fraktion waren die Wechsel bei den Angestellten der Gemeinde in den letzten Jahren mindestens besorgniserregend.» Es müsse geklärt werden, woran das liege. Diese Frage stelle sich schon länger und sei durch die erfolgte Freistellung eines langjährigen Kadermitglieds nun noch massiv verstärkt geworden. «Aus diesem Grund beantragen wir, dass der Gemeinderat vor Ende des laufenden Jahres eine externe Untersuchung der Mitarbeitenden-Zufriedenheit in Auftrag gibt», teilt die SP mit.

Aufgrund der Ergebnisse der Befragung sollen bei Bedarf Massnahmen definiert und umgesetzt werden. Die Befragung soll per Ende der Legislatur wiederholt werden, um die Wirksamkeit allfälliger Massnahmen zu überprüfen und Veränderungen zu erfassen. Zudem erwartet die SP, dass künftig in jedem Jahresbericht der Gemeinde nicht mehr nur die Namen der aus- und eintretenden Mitarbeitenden aufgeführt werden, sondern dass der Gemeinderat in ein paar Sätzen eine Aussage zur Zufriedenheit des Personals macht.

In einem weiteren Vorstoss verlangen die Sozialdemokraten Lohngleichheit für Frauen und Männer, die von der Gemeinde angestellt sind. Der Gemeinderat soll überprüfen, ob die Gemeinde als Arbeitgeberin in allen Anstellungsverhältnissen dem Verfassungsgrundsatz «gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit» nachkomme. Die öffentliche Hand müsse in der Förderung der Lohngleichheit mit gutem Beispiel vorangehen. «Wir wollen sicher sein, dass unsere Gemeinde, auch wenn sie eine vergleichsweise kleine Arbeitgeberin ist, in ihren Anstellungsverträgen den Verfassungsgrundsatz vollumfänglich realisiert.»

Die weiteren Vorstösse der SP, über die der Einwohnerrat abstimmen wird, fordern ein Betriebs- und Gestaltungskonzept zum Kirchweg West sowie ein Unterhaltskonzept für die Gemeindeliegenschaften, das unter anderem aufzeigt, wie viel Personalkosten pro Jahr und Objekt aufgewendet werden.