2022 soll es bezugsbereit sein: Das neue Kantonsspital Baden mit 400 Betten. Das Projekt trägt den Namen «Agnes» – nach der Stifterin des ersten Badener Spitals, Königin Agnes von Ungarn. Bevor der KSB-Neubau in Angriff genommen werden kann, müssen aber 230 000 Kubikmeter Erde entfernt werden. Das Aushubmaterial wird grösstenteils nach Schafisheim verfrachtet, wo eine Deponie rekultiviert wird.

Den Zuschlag für dieses Baulos erhielt die Firma Birchmeier Bau AG aus Döttingen. Insgesamt bewarben sich fünf Unternehmen auf die öffentliche Ausschreibung für die Aushubarbeiten für den KSB-Neubau. Die Birchmeier Bau AG unterbreitete das finanziell attraktivste Angebot, teilt das KSB mit. Die Kosten für die Aushubarbeiten belaufen sich auf über acht Millionen Franken.

«Es freut uns, dass wir mit der Firma Birchmeier eine Lösung finden konnten, die ökologisch sehr nachhaltig ist», sagt KSB-CEO Adrian Schmitter. Ein Teil des Aushubmaterials wird auf dem KSB-Gelände zwischengelagert und später für die Modellierung der Umgebung des Neubaus genutzt.

Der weitaus grössere Teil hingegen landet in der Deponie in Schafisheim, die so rekultiviert werden kann. Für den Abtransport des Aushubmaterials werden rund 19 000 Lastwagen-Fahrten notwendig sein. Zum Einsatz kommen ausschliesslich Camions, welche die umweltfreundliche EURO-6-Norm erfüllen.

Spatenstich in einem Monat

Heute in einem Monat, am 31. August, erfolgt der Spatenstich für den Neubau. Die Aushubarbeiten dauern danach rund ein Jahr. Danach wird das neue Spitalgebäude rasch Konturen annehmen und über insgesamt sieben Stockwerke in die Höhe schiessen.

Bis dahin wird die Zu- und Abfahrt zur Baustelle über eine eigens errichtete Einbahnstrasse erfolgen. Mit dieser separaten Verkehrsführung ist gewährleistet, dass das Areal des KSB nicht überlastet wird und dass die Ambulanzen des Rettungsdienstes und der öV jederzeit freie Fahrt haben.

Verlassen werden die Lastwagen die Baustelle über eine Radwaschanlage und anschliessend über die ausgebaute Forststrasse durch den Dättwiler Wald. So gelangen sie auf die Autobahn, ohne durch dicht besiedelte Wohngebiete zu fahren. (AZ)