Kaum ein Thema beschäftigt die Gemeinden rund um Baden derzeit so sehr wie das kantonale Projekt Ostaargauer Strassenentwicklung (Oase). Es zeigt auf, wie der Verkehr im Jahr 2040 bewältigt werden soll: Unter anderem mit einem Tunnel, dessen Portal am Ende der Siggenthaler Brücke in den Martinsberg gebaut werden soll (siehe Fotomontage oben).

Damit soll insbesondere die Kernstadt Baden entlastet werden, weswegen sich Badens Stadtrat vergangene Woche wenig überraschend wohlwollend zu den Vorschlägen des Kantons äusserte.

Ganz anders tönt es bei den umliegenden Gemeinden. Sie sehen sich als Verlierer und haben bei der Anhörung zur Richtplananpassung darum Einzeleingaben beim Kanton deponiert. Freienwil, Turgi, Obersiggenthal und Untersiggenthal gehen noch einen Schritt weiter: Sie haben sich zu einer Art Allianz zusammengetan und gemeinsam einen Brief an das Departement Bau, Verkehr und Umwelt geschickt. Die Gemeinsamkeit der Gemeinden besteht darin, dass sie alle über die Einfallsachse Siggenthal mit dem Regionalzentrum Baden-Wettingen verbunden sind und eine Mehrbelastung befürchten. Die Botschaft ihres Briefes: Die Gemeinden unterstützen das Verkehrsprojekt Oase in dieser Form nicht.

Hauptvorwurf der vier Gemeinden: «Eine Verminderung des Verkehrs ist lediglich für die Stadt Baden vorgesehen. Rund um Baden herum wird jedoch eine Verkehrszunahme prognostiziert. Es drohen Mehrverkehr, verstopfte Ortszufahrten, Lärm- und Schadstoffbelastung – dies zulasten intakter Lebensräume unserer Gemeinden», so heisst es in der Eingabe.