Strassensanierung

Über zwei Jahre lang droht Stau am Rohrdorferberg – bis zu sieben Minuten Verspätung kann es geben

Blick von der Kantonsstrasse Richtung Niederrohrdorf. (Symbolbild)

Blick von der Kantonsstrasse Richtung Niederrohrdorf. (Symbolbild)

In Nieder- und Oberrohrdorf sanieren der Kanton und die Gemeinden die Kantonsstrassen für 18 Millionen Franken.

Bis zu 17'000 Fahrzeuge sind täglich auf den beiden Hauptstrassen in Nieder- und Oberrohrdorf insgesamt unterwegs. Ab März 2020 müssen die Autofahrer auf diesen Strecken während über zweier Jahre mit Stau rechnen. Denn für 18 Millionen Franken sanieren der Kanton und die Gemeinden Ober- und Niederrohrdorf die Kantonsstrassen auf einer Strecke von 2,4 Kilometern.

«Der Deckbelag ist in einem schlechten Zustand, und auch die Werkleitungen müssen saniert werden», sagt Giuliano Sabato, Kreisingenieur beim Kanton Aargau. «Gleichzeitig soll auch die Sicherheit für die Fussgänger erhöht werden.» Die Herausforderung: Auf den betroffenen Strecken ist das Verkehrsaufkommen gross, Möglichkeiten, den Verkehr umzuleiten, sind kaum vorhanden. Denn saniert werden in Oberrohrdorf die Badener- und die Ringstrasse zwischen der Abzweigung in den Ortsteil Busslingen bis zum Kreisel Staretschwil am anderen Ende des Dorfes. In Niederrohrdorf wird die Bremgartenstrasse ab der Kreuzung vor dem Gemeindehaus bis zum Dorfausgang Vogelrüti erneuert.

Buslinie 321 wird bis nach Berikon-Widen verlängert

Der Verkehr wird an der Baustelle in beide Richtungen grösstenteils einspurig vorbeigeführt. «Gemäss Verkehrssimulation sollen die Autofahrer nicht mehr als sieben Minuten auf der Strecke verlieren und maximal an zwei Rotlichtern vorbeifahren müssen», sagt Sabato. Die Busreisenden müssen mit bis zu sechs Minuten Verspätung rechnen. Mit Fahrplananpassungen will der Kanton die Anschlüsse dennoch gewährleisten. Die wichtigste Massnahme betrifft die Linie 321 Baden–Niederrohrdorf–Bellikon, die im 30-Minuten-Takt von Bellikon nach Berikon-Widen verlängert wird. Um die Quartiere vor Schleichverkehr zu schützen, sind temporäre Fahrverbote für den Durchgangsverkehr geplant. Ein Verkehrsdienst stellt zudem die Sicherheit der Fussgänger, insbesondere der Schüler, und einen flüssigen Verkehrsablauf sicher.

Mit der gleichzeitigen Umsetzung dauert die Bauzeit rund 26 Monate. Würden die Sanierungen nacheinander ausgeführt, würde die Bauzeit etwa 39 Monate dauern. Im März 2020 startet die erste Phase in Niederrohrdorf mit dem Kreisel Gemeindehaus, den Bushaltestellen und der Strasse Welschland. Im Herbst 2020 beginnen die Arbeiten auch in Oberrohrdorf. Dank des Agglomerationsprogrammes Aargau-Ost übernimmt der Bund 3 Millionen Franken, der Kanton 5 Millionen und die Gemeinden 10 Millionen. (sga)

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