Baden

«Täter haben einen Schrank mit Laptops aufgebrochen – aber keinen geklaut»

Hans Rudol Stauffacher, Rektor der Kantonsschule Baden zeigt, welche Schäden die Diebe beim Aufbrechen von Türen hinterlassen haben.

Hans Rudol Stauffacher, Rektor der Kantonsschule Baden zeigt, welche Schäden die Diebe beim Aufbrechen von Türen hinterlassen haben.

Am Wochenende ist es zu drei Einbrüchen in Schulhäusern gekommen. Betroffen sind die Primarschulen Rütihof und Fislisbach und die Kantonsschule Baden. Es entstand etlicher Sachschaden. Dem Rektor der Kanti ist nicht klar, was die Einbrecher suchten.

Brachial sind die Täter vorgegangen: Gewaltsam wurden Türen aufgebrochen, Räume und Schränke durchwühlt. Systematisch sind die Täter dabei nicht vorgegangen: «Es wurden sogar Türen aufgebrochen, die gar nicht abgeschlossen waren», sagt Hans Rudolf Stauffacher, Rektor der Kantonsschule Baden. Gestohlen wurden dabei fünf Foto- und drei Videokameras.

Zudem wurde aus der Mensa, aus einem Getränkeautomaten und an weiteren Orten Bargeld entwendet. Der Sachschaden wird auf über 20 000 Franken geschätzt. Dem Rektor ist aber nicht klar, auf was es die Einbrecher abgesehen hätten. «Die Täter haben beispielsweise Schrank mit Laptops aufgebrochen – geklaut haben sie jedoch keinen.»

Auch in der Primarschule Rütihof wurde am Wochenende eingebrochen. Die Einbrecher erbeuteten einige 100 Franken, ein offen herumliegendes iPad sowie ein Diktiergerät. «Die Täter sind wohl ohne System vorgegangen», sagt Lisa Lehner, Schulleiterin Kindergarten und Primarschule Rütihof.

Die Täter hätten zwei Finkensäcke von jüngeren Schülern geleert, vermutlich um damit die Beute wegzutragen. «Als sie bemerkten, dass es wohl nicht viel zu stehlen gab, haben sie die Säcke liegen lassen», sagt sie und ergänzt: «Obwohl nicht viel gestohlen wurde, entstand ein Schaden von mehreren tausend Franken.»

Auch in Fislisbach wurde am vergangenen Wochenende eingebrochen. «Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, wird momentan abgeklärt», sagt die Schulleiterin Maria Gschwend. Entwendet wurden dort Laptops, mit denen normalerweise Schüler arbeiten.

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Polizei tappt noch im Dunkeln

Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen; die Tatorte werden vom kriminaltechnischen Dienst untersucht: «Wir suchen nach Schuh-, Fingerabdrücken und allfälligen DNA-Spuren», sagt Roland Pfister, Medienchef der Kantonspolizei Aargau.

Da die Einbrüche zeitlich und örtlich sehr nahe beieinander liegen, kann die Kantonspolizei einen Tatzusammenhang nicht ausschliessen. Noch ist unklar, um welche Art von Täterschaft es sich handelt: «Möglicherweise stammen die Einbrecher aus der Region. Es könnte sich aber auch um Kriminaltouristen handeln», sagt Pfister. Auffällig sei jedoch, dass es in letzter Zeit vor allem im östlichen Kantonsteil zu Einbrüchen in Schulhäusern kommt. «Seit Anfang Jahr verzeichneten wir rund 20 Einbrüche in Schulen», sagt er. Das sei aber nicht immens. Insgesamt verzeichnete die Kantonspolizei im vergangenen Jahr über 2600 Einbrüche.

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