Bereits Anfang dieses Jahr verkündete der Wettinger Gemeinderat, dass durch Projektänderungen für die Sanierung des Sport- und Erholungszentrums Tägerhard Mehrkosten ausfallen. Damals sprach man von 3,49 Mio. Franken (AZ vom 10. Januar). Nun hat der Gemeinderat einen Zusatzkredit von 4,74 Mio. Franken gesprochen, wie er am Dienstag mitteilt.

Die Mehrkosten seien unter anderem auf die Projektänderung für das „Tägi“-Hallenbad zurückzuführen. Dabei wurden die keramischen Platten im Hallenbad nicht wie ursprünglich geplant, sanft saniert, sondern allesamt ersetzt. Ansonsten hätte das hohe Risiko bestanden, dass sich die Platten infolge der längeren Trockenlegung des Beckens in Kombination mit dem starken Wasserdruck bei der Wiederbefüllung von den Wänden gelöst hätten.

Mehrkosten gibt es auch in Bezug auf den „Tägi“-Saal, wie der Gemeinderat weiter mitteilt. Der Saalboden sollte lediglich geflickt, geschliffen und wieder versiegelt werden. Genauere Prüfungen  hätten aber ergeben, dass die Deckschicht und der Unterlagsboden durch die jahrelange Belastung infolge Messebetrieb mit Staplerbelastung den Anforderungen nicht mehr genügte. Auch habe der Boden infolge der laufenden Baumassnahmen zu viele Schäden aufgewiesen, als dass diese nur hätten geflickt werden können. Zudem hätte die Trennlage des Unterlagsboden Asbest enthalten.

Der Gemeinderat hat den Zusatzkredit in eigener Kompetenz beschlossen. Dies, um einen erfolgreichen Abschluss zu garantieren. Damit stützt sich die Exekutive auf das Gemeindegesetz des Kantons, wonach ein Zusatzkredit einzuholen sei, wenn sich vor oder während der Ausführung eines Vorhabens zeige, dass der gesprochene Verpflichtungskredit nicht ausreicht. „Ist dies ohne bedeutende nachteilige Folgen für die Gemeinde nicht möglich, bewilligt der Gemeinderat den Zusatzkredit und informiert die Finanzkommission darüber.“

Für die Sanierung des Sport- und Erholungszentrums Tägerhard Wettingen haben der Einwohnerrat im September 2016 und die Stimmberechtigten am 27. November 2016 einen Kredit von 46,53 Mio. Franken bewilligt. (az)