Turgi

Streit um Neubau der reformierten Kirche: Wie geht es weiter?

Für die reformierte Kirche von Turgi gibt es schon seit langem Pläne für einen Neubau – doch seit 2017 steht sie unter dem Schutz der Kommune.

Für die reformierte Kirche von Turgi gibt es schon seit langem Pläne für einen Neubau – doch seit 2017 steht sie unter dem Schutz der Kommune.

Der Gemeinderat in Turgi hält nach dem Mitwirkungsverfahren daran fest, das Gotteshaus unter Schutz zu stellen – zum Missfallen der Kirchenpflege.

Seit Jahren existieren Pläne für den Neubau der reformierten Kirche. Doch 2017 gab der Turgemer Gemeinderat bekannt, beide Kirchen im Dorf – also auch die katholische – in der neuen Bau- und Nutzungsordnung unter kommunalen Schutz zu stellen.

Im Mitwirkungsverfahren haben die beiden Kirchenpflegen diesen Vorschlag kritisiert. Dennoch empfiehlt die Planungskommission in einem Bericht zuhanden des Gemeinderates, an der Unterschutzstellung festzuhalten.

In einem nächsten Schritt wird die Bau- und Nutzungsordnung öffentlich aufliegen; im Winter soll an der Gemeindeversammlung über die neue Bau- und Nutzungsordnung abgestimmt werden.

«Das wird wohl eine intensive und gut besuchte Gemeindeversammlung geben», sagt Gemeindeammann Adrian Schoop (FDP). «Herausfordernde Debatten wie diese zeigen mir immer wieder, wieso ich so gerne Politiker bin.»

Die reformierte Kirchenpflege werde sich weiterhin gegen die Unterschutzstellung der Kirche wehren und im Sommer eine Einsprache gegen die BNO machen, kündigt Christoph Zehnder an, Ressortleiter der Liegenschaften. «Das haben wir auch bereits dem Gemeindeammann mitgeteilt, mit dem wir in ständigem Dialog stehen und zu dem wir ein gutes, respektvolles Verhältnis haben.»

Die Kirchenpflege habe gar keine andere Wahl: «An der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung im März 2013 erhielten wir den Auftrag für einen Abbruch und Neubau.»

Dieser Beschluss gelte nach wie vor, sagt Zehnder. Am 28. Februar wird die Kirchenpflege einen öffentlichen Anlass durchführen, an dem das weitere Vorgehen zu einem neuen Nutzungskonzept vorgestellt wird.

Die Kirche und das angrenzende Pfarrhaus – das der Gemeinderat nicht unter Schutz stellen will – sollen künftig nicht nur für religiöse Zwecke verwendet werden, sondern möglicherweise auch gewissen Vereinen Platz bieten.

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