Baden
Stadtführer Hanspeter Hochuli: «Sagen Sie ja nie Badenerfahrt!»

An der neuen Stadtführung «Baden in Fahrt» wird in vergangene Feiern eingetaucht und einiges klargestellt.

Nadine Bunde
Drucken
Teilen
Stadtführer Hanspeter Hochuli zeigt den Besuchern der Führung Höhepunkte von vergangenen Badenfahrten.

Stadtführer Hanspeter Hochuli zeigt den Besuchern der Führung Höhepunkte von vergangenen Badenfahrten.

Nadine Bunde

Eine Million Besucher hatte die letzte Badenfahrt im Jahr 2007. 160 000 Liter Bier und 80 000 Liter Wein wurden getrunken und die RVBW fuhr rund 40 000 Kilometer – die Distanz einer ganzen Erdumrundung. «Die Badenfahrt birgt zwei Geheimnisse», erzählt Hanspeter Hochuli, der Stadtführer, der mit seinen Gästen an der neuen Stadtführung «Baden in Fahrt» in die Vergangenheit der letzten 16 Badenfahrten eintaucht. «Erstens: Jeder Badener, jede Badenerin macht mindestens einmal in seinem Leben irgendwann mit. Und zweitens: Während des Fests geht man meistens jeden Abend hin, um zu schauen, ob man den Kumpel vom Vorabend nochmals trifft oder ob man neuen Leuten begegnet, mit denen man feiern kann.»

Thumb for '«Der hat nicht gelebt, der nicht in Baden war»: Im Historischen Museum erzählt Hanspeter Hochuli allerlei Anekdoten über die Menschen, die nach Baden fuhren.'

Thumb for '«Der hat nicht gelebt, der nicht in Baden war»: Im Historischen Museum erzählt Hanspeter Hochuli allerlei Anekdoten über die Menschen, die nach Baden fuhren.'

Die Stadt Baden möchte den Einwohnern und Besuchern von Ausserhalb das zehntätige Grossereignis näherbringen, bevor im diesjährigen August die neunte grosse Badenfahrt mit dem Motto «Versus» steigt. Dabei hat das Standortmarketing mit dem Historischen Museum Baden eng zusammengearbeitet. Bevor jedoch Hochuli seine Gäste mit auf eine Reise in die Vergangenheit nimmt, gibt es Weisswein und Spanischbrödli, die laut Hochuli in vergangenen Zeiten von der verwöhnten Zürcher Oberschicht zu Dutzenden verspeist wurden.

Trouvaillen aus siebzig Jahren

Nachdem die Leckerbissen von den Besuchern der Führung vertilgt worden sind, geht es weiter mit einer Fahrt mit der nicht mehr ganz originalen «Spanischbrötlibahn», quer durch die Stadt bis hinunter zum Historischen Museum Baden. Dort richtet sich Hochuli mit einem Appell an alle Beteiligten: «Bitte sagen Sie ab heute nie mehr ‹Badenerfahrt›. Es ist total falsch», sagt Hochuli mit einem Schmunzeln.

Im Historischen Museum, wo die Führung anschliessend eine halbe Stunde verweilt, sind zurzeit Exponate von vergangenen Badenfahrten aus dem Fundus von Ehrenbürger Sepp Schmid ausgestellt. Auch Fotostrecken und ein Zusammenschnitt von Badenfahrtfilmen seit 1947 sind zu bestaunen. Das Museum hat damit für das Jahr der Badenfahrt seine im vergangenen Jahr neu eröffnete Dauerausstellung «Geschichte verlinkt» ergänzt. Zum Schluss nimmt Hochuli seine Gäste mit auf einen Spaziergang durch die Altstadt, vorbei an vergangenen und zukünftigen Festplätzen. Dabei verweist er auf Höhepunkte früherer Badenfahrten. Die Führung endet auf dem Kirchplatz, wo Hochuli noch einige pikante Details zur kommenden Badenfahrt zum Besten gibt. Welche, das sei an dieser Stelle nicht verraten.

Aktuelle Nachrichten