Stadtrat Baden
SP-Stadträtin Daniela Berger tritt auf Ende Jahr zurück

Die links-grüne Mehrheit in der Badener Stadtregierung hat noch vor den Gesamterneuerungswahlen eine Bewährungsprobe zu absolvieren. Die SP darf auf ein breites Kandidatenfeld zurückgreifen. Die Bürgerlichen schliessen eine Kampfansage nicht aus.

Roman Huber
Drucken
Teilen
Badens Stadträtin Daniela Berger tritt auf Ende Jahr zurück

Badens Stadträtin Daniela Berger tritt auf Ende Jahr zurück

Nicht ganz überraschend hat Daniela Berger ihren Rücktritt per Ende Jahr bekannt gegeben. Der SP hatte nämlich bereits auf Ende der vergangenen Amtsperiode ein Doppel-Rücktritt der beiden Danielas (Berger und Oehrli) gedroht.

Kulturvorsteherin Berger trat dann noch für eine vierte Amtsperiode im Stadtrat an, nicht zuletzt darum, weil in ihrem Verantwortungsbereich noch einiges am Laufen war.

Mit einem Rücktritt vor Ablauf der laufenden Amtsperiode musste also gerechnet werden. Daniela Berger hält jedoch fest, dass dieser Schritt weder mit der aktuellen Situation im Stadtrat noch mit der Affäre Geri Müller zu tun habe.

Der Stadtrat Baden mit Daniela Berger (links). Daniela Berger (SP), Heinz Kubli (Stadtschreiber), Roger Huber (FDP), Markus Schneider (Vizeammann, CVP), Regula Dell'Anno-Doppler (SP), Geri Müller (Stadtammann, team baden), Matthias Gotter (CVP), Patrick Schärer (Verwaltungsleiter), Ruth Müri (team baden).

Der Stadtrat Baden mit Daniela Berger (links). Daniela Berger (SP), Heinz Kubli (Stadtschreiber), Roger Huber (FDP), Markus Schneider (Vizeammann, CVP), Regula Dell'Anno-Doppler (SP), Geri Müller (Stadtammann, team baden), Matthias Gotter (CVP), Patrick Schärer (Verwaltungsleiter), Ruth Müri (team baden).

ZVG

Test für links-grüne Regierung

Damit kommt die links-grüne Mehrheitsregierung der Stadt Baden noch vor den Gesamterneuerungswahlen im Herbst 2017 zu einer ersten Belastungsprobe. «Ich bin zuversichtlich, denn die SP hat eine gute Auswahl für meine Nachfolge», erklärt Berger, ohne irgendwelche Namen nennen zu wollen.

Auf Anfrage bestätigten Erich Obrist (55), Einwohnerrat und ehemaliger Präsident der Finanzkommission, sowie Jürg Caflisch (53), Grossrat und ehemals Einwohnerrat, ihre Ambitionen. Auch Einwohnerrätin Karin Bächli (38) will sich eine Kandidatur überlegen.

Die Parteileitung mit den Co-Fraktionspräsidentinnen Andrea Arezina und Selena Rhinisperger halten die Türen für die Parteimitglieder noch bis 25. Juni offen. Am 2. Juli soll eine SP-Mitgliederversammlung die definitive Nomination beschliessen.

Wenn auch die Parteileitung sich ganz hinter den amtierenden Stadtammann Geri Müller stellt, so ist hinter den Parteikulissen klar, dass der SP-Kandidat oder die SP-Kandidatin auch die Bereitschaft signalisieren müssten, sich allenfalls im Herbst 2017 auch für eine Kandidatur als Stadtammann zur Verfügung zu stellen.

Bei der SVP und FDP will man nichts überstürzen und die Situation im Parteivorstand prüfen. Bei den beiden bürgerlichen Parteien schliesst man jedoch eine Kampfansage an die rot-grüne Mehrheit im Stadtrat nicht aus.

«Zeitpunkt ist für mich perfekt»

Es habe sich so ergeben, erklärt Daniela Berger: «Der Zeitpunkt, um dieses Kapitel abzuschliessen, ist für mich perfekt.»

Die Kulturministerin weist auf verschiedene Projekte hin, die abgeschlossen oder auf gutem Wege sind. Damit meint sie unter anderem die «familienergänzende Betreuung zu sozial verträglichen Tarifen, die in Baden inzwischen etabliert und erweitert» worden ist.

Mit 13 Regionsgemeinden wurde die regionale Fachstelle Jugendarbeit eingerichtet. Nebst der neuformierten Abteilung Kinder Jugend Familie wurde sie von der Kultur weiter auf Trab gehalten. Die neue Dauerausstellung im Historischen Museum ist aufgegleist, die Kulturräume mit dem Jugendkulturlokal «Werkk» öffnen im Herbst.

Aktuelle Nachrichten